• NZD/USD verliert an Schwung und nähert sich 0,6035 in der asiatischen Sitzung am Montag. 
  • Trump sagte, die Zollbriefe an 12-15 Länder seien unterschrieben und würden am Montag verschickt. 
  • Die neuseeländische Zentralbank wird allgemein erwartet, den Lockerungszyklus am Mittwoch zu pausieren. 

Das Paar NZD/USD weitet den Rückgang auf etwa 0,6035 während der asiatischen Handelsstunden am Montag aus. Der neuseeländische Dollar (NZD) schwächt sich gegenüber dem Dollar (Greenback) angesichts der durch US-Präsident Donald Trump ausgelösten Zollunsicherheiten. Die Zinsentscheidung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) und die Protokolle des Federal Open Market Committee (FOMC) werden am Mittwoch die Höhepunkte sein. 

Die erneuten Zollbedenken stärken den US-Dollar (USD) und wirken als Gegenwind für das Paar. Reuters berichtete am Wochenende, dass US-Präsident Donald Trump Briefe an 12 oder 15 Länder unterzeichnet hatte, in denen die verschiedenen Zollniveaus aufgeführt sind, die sie auf die Waren, die sie in die Vereinigten Staaten exportieren, erwarten können. „Ich habe einige Briefe unterschrieben, und sie werden am Montag verschickt“, sagte Trump.

Trump nannte nicht, welche Länder ins Visier genommen werden oder welche Sätze festgelegt werden. Er sagte jedoch am Donnerstag, dass die Sätze in den Briefen am 1. August in Kraft treten würden und warnte, dass einige so hoch wie 70 % sein könnten.

RBNZ-Chefökonom Paul Conway wird am 24. Juli über Zölle sprechen. Die Anleger werden die Entwicklungen rund um das Handelsabkommen im Auge behalten. Jegliche Anzeichen für positive Fortschritte könnten dem Kiwi, der als Proxy für China gilt, Unterstützung bieten, da China ein wichtiger Handelspartner Neuseelands ist. 

Es wird erwartet, dass die RBNZ die Zinssätze in der Julisitzung am Mittwoch unverändert lässt. Laut einer Umfrage von Reuters zeigt die mediane Prognose nur eine weitere Reduzierung um 25 Basispunkte (bps) in diesem Jahr im Vergleich zu zwei in einer Umfrage im Mai. Die Preisgestaltung an den Finanzmärkten sieht weniger als 20 % Wahrscheinlichkeit, dass die RBNZ in der kommenden Woche ihren OCR senken wird, aber die Möglichkeit einer Senkung im August liegt bei über 70 %. 

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.



 

 

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