- NZD/USD steigt in der frühen asiatischen Sitzung am Dienstag auf etwa 0,5950.
- Die Wahrscheinlichkeit einer drastischen Zinssenkung steigt nach einem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht für August.
- Die dovishen Erwartungen der RBNZ könnten den Aufwärtstrend des Paares begrenzen.
Das Paar NZD/USD setzt die Rallye in der frühen asiatischen Sitzung am Dienstag auf fast 0,5950 fort. Der neuseeländische Dollar (NZD) stärkt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) aufgrund steigender Erwartungen an eine drastische Zinssenkung durch die US-Notenbank (Fed). Händler werden den US-Erzeugerpreisindex (EPI) für August im Auge behalten, der später am Mittwoch veröffentlicht wird.
Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payroll - NFP) zeigten, dass die US-Wirtschaft im August 22.000 Arbeitsplätze geschaffen hat. Dies war deutlich niedriger als die erwarteten 75.000 Arbeitsplätze und folgte einem revidierten Anstieg von 79.000 im Juli. Die Arbeitslosenquote stieg im August von 4,2% im Juli auf 4,3%, wie prognostiziert.
Händler erhöhen ihre Wetten auf eine zusätzliche Zinssenkung durch die Fed, da sich der Arbeitsmarkt weiterhin abschwächt. Die Fed-Funds-Futures preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von fast 90% für eine Senkung um 25 Basispunkte (bps) in diesem Monat und eine 10%ige Wahrscheinlichkeit für eine Senkung um 50 bps ein, so die Schätzungen von LSEG.
Der bevorstehende US-Inflationsbericht später in dieser Woche wird genau beobachtet. Der Haupt-EPI wird voraussichtlich einen Anstieg von 3,3% im Jahresvergleich im August zeigen, während der Kern-EPI während desselben Zeitraums voraussichtlich um 3,5% steigen wird. Diese Zahl wird entscheidend für die zukünftigen geldpolitischen Entscheidungen der Fed sein. Sollte der Bericht eine höhere als erwartete Inflation zeigen, könnte dies den Greenback stärken und Gegenwind für das Paar erzeugen.
Ein dovisher Ton der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) könnte auf den Kiwi lasten. Die RBNZ senkte den Leitzins (Official Cash Rate - OCR) auf 3,0% bei ihrer Sitzung im August, bedingt durch eine stagnierende wirtschaftliche Erholung. Die neuseeländische Zentralbank erklärte, dass Spielraum besteht, den OCR weiter zu senken, wenn die mittelfristigen Inflationsdruck weiterhin wie erwartet nachlässt.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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