• NZD/USD zieht einige Verkäufer um 0,5720 in der frühen europäischen Sitzung am Freitag an und fällt um 1,22% im Tagesverlauf. 
  • Potenzielle Handelskriegsängste zwischen den USA und China sowie Wetten auf Zinssenkungen der RBNZ belasten den Kiwi. 
  • Investoren werden die US-NFP-Daten, die später am Freitag veröffentlicht werden, genau beobachten.

Das NZD/USD-Paar fällt während der frühen europäischen Sitzung am Freitag nahe 0,5720. Die Ängste vor einer Eskalation des Handelskriegs zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und China üben Verkaufsdruck auf den China-Proxy Kiwi aus. Die mit Spannung erwarteten US Nonfarm Payrolls (NFP) für März werden später am Freitag veröffentlicht.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) wird voraussichtlich die Zinssätze bei ihrer Sitzung im April nächste Woche um 25 Basispunkte (bps) senken. Die neuseeländische Zentralbank hat die Zinsen seit August letzten Jahres um insgesamt 175 Basispunkte gesenkt. Analysten von UBS schlugen vor, dass die RBNZ während dieses Zyklus eine dovish Haltung beibehalten wird und die Zentralbank möglicherweise eine aggressivere Zinssenkung um 50 Basispunkte in ihrer kommenden Sitzung in Betracht ziehen könnte. Die steigenden Wetten auf Zinssenkungen der RBNZ könnten den Neuseeländischen Dollar (NZD) gegenüber dem Greenback belasten. 

Zusätzlich würde US-Präsident Donald Trump ab dem 9. April einen Gesamtzollsatz von 54% auf Importe aus China erheben. Chinesische Importe unterlagen bereits einem Zoll von 20%. Laut dem Offiziellen werden zusätzliche 34% an reziproken Zöllen erhoben. Der potenzielle Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt könnte den China-Proxy Kiwi nach unten ziehen, da China ein wichtiger Handelspartner Neuseelands ist.

Die allgemeine Schwäche des US-Dollars könnte helfen, die Verluste des NZD zu begrenzen. Die US-Beschäftigungsdaten für März werden am Freitag veröffentlicht, einschließlich Nonfarm Payrolls (NFP), Arbeitslosenquote und durchschnittlicher Stundenlohn. Sollte das Ergebnis schwächer als erwartet ausfallen, könnte dies den Greenback untergraben und den Abwärtstrend des Paares begrenzen. Der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, Michael Barr und Christopher Waller sind für später am selben Tag angesetzt.

Neuseeländischer Dollar FAQs

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.


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