• NZD/USD gewinnt weiter an Fahrt, während der US-Dollar an Boden verliert, wobei die Händler die laufenden Entwicklungen im US-chinesischen Handel genau im Auge behalten.
  • Präsident Trump äußerte sich zu Zöllen und weckte Bedenken bei US-Unternehmen, die eine Rückverlagerung der Produktion aus China in Betracht ziehen.
  • Ein möglicher Anstieg der Arbeitslosenquote in Neuseeland könnte die Erwartungen an zusätzliche geldpolitische Lockerungen der RBNZ stärken.

Das NZD/USD-Paar klettert weiterhin für die zweite aufeinanderfolgende Sitzung und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Montag nahe 0,5970. Das Kiwi-Paar gewinnt an Momentum, da der US-Dollar (USD) schwächer wird, während die Händler die Entwicklungen in den US-chinesischen Handelsbeziehungen genau beobachten.

Am Wochenende bestätigte US-Präsident Donald Trump, dass die Handelsverhandlungen im Gange sind, obwohl er klarstellte, dass in dieser Woche keine direkten Gespräche mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping geplant sind. Am Freitag gab das chinesische Handelsministerium an, dass es einen US-Vorschlag zur Wiederaufnahme der Handelsgespräche prüft.

Trumps jüngste Äußerungen zu Zöllen haben ebenfalls die Aufmerksamkeit des Marktes auf sich gezogen, insbesondere bei US-Unternehmen, die eine Rückverlagerung der Produktion aus China in Betracht ziehen. Er erklärte am Sonntag, dass er die wirtschaftlichen Auswirkungen hoher Zölle anerkenne und sagte: „Irgendwann werde ich sie senken, denn sonst könnte man nie Geschäfte mit ihnen machen, und sie wollen sehr gerne Geschäfte machen.“

In der Zwischenzeit zeigte der US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht vom Freitag, dass die Wirtschaft im April 177.000 Arbeitsplätze hinzugefügt hat – besser als die Erwartungen von 130.000, jedoch rückläufig von revidierten 185.000 im März. Die Arbeitslosenquote blieb stabil bei 4,2%, und die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen im Jahresvergleich um 3,8%, was dem Vormonat entspricht.

In Neuseeland richtet sich die Aufmerksamkeit auf die bevorstehenden Arbeitsmarktdaten, wobei die Prognosen auf einen Anstieg der Arbeitslosenquote hindeuten. Ein solches Ergebnis könnte die Erwartungen an weitere geldpolitische Lockerungen der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) verstärken. Die Märkte haben bereits eine Zinssenkung um 25 Basispunkte bei der Sitzung der RBNZ später in diesem Monat vollständig eingepreist, wobei die Zinssätze voraussichtlich bis Oktober auf 2,75% sinken werden.

Neuseeländischer Dollar FAQs

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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