• NZD/USD gewinnt an Boden, nachdem die Spannungen nach Trumps Signal, die Zölle auf Europa über Grönland auszusetzen, nachlassen.
  • Der US-Dollar könnte Unterstützung erhalten, da die Erwartungen wachsen, dass die Fed eine vorsichtige Politik beibehalten wird.
  • Händler warten auf den VPI für das vierte Quartal am Freitag, um die politische Ausrichtung der RBNZ zu erfahren.

NZD/USD setzt seine Gewinnserie für die fünfte Sitzung in Folge fort und handelt am Donnerstagmorgen in Europa bei etwa 0,5860. Das Paar gewinnt an Boden, da der neuseeländische Dollar (NZD) Unterstützung erhält, während die Risikoaversion nachlässt, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hat, von der Einführung von Zöllen auf Waren aus europäischen Ländern, die sich gegen seinen Versuch wehren, Grönland zu übernehmen, abzusehen.

Allerdings könnte das Aufwärtspotenzial des NZD/USD-Paares begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) ebenfalls an Boden gewinnen könnte, aufgrund der Entspannung im Zollkrieg zwischen den Vereinigten Staaten (US) und der Europäischen Union (EU). Präsident Trump bemerkte auch, dass die Vereinigten Staaten und die Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) "den Rahmen für einen zukünftigen Deal bezüglich Grönland gebildet haben." Er umreißte jedoch nicht die Parameter des sogenannten Rahmens, und es blieb unklar, was die Vereinbarung beinhalten würde.

Zusätzlich könnte der Greenback Unterstützung von steigenden Erwartungen an eine vorsichtige Stimmung bezüglich der politischen Ausrichtung der Federal Reserve (Fed) erhalten. Fed-Vertreter haben eine begrenzte Dringlichkeit signalisiert, die Politik zu lockern, ohne klarere Beweise dafür, dass die Inflation nachhaltig auf das Ziel von 2% zusteuert, selbst wenn die Märkte weiterhin 50 Basispunkte Zinssenkungen für später in diesem Jahr einpreisen.

Händler warten auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, das annualisierte Bruttoinlandsprodukt und die Inflationsdaten der persönlichen Konsumausgaben (PCE), die später am Tag fällig sind, um frische Signale zur US-Wirtschaft zu erhalten.

In Neuseeland werden die Händler am Freitag auf den VPI für das vierte Quartal achten, um Einblicke in die politische Ausrichtung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) zu erhalten, wobei eine jährliche Inflation von 3% erwartet wird, dem oberen Ende des Zielbereichs von 1–3%. Eine positive Überraschung könnte die Erwartungen an höhere Zinssätze verstärken.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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