• NZD/USD steigt am Dienstag in der asiatischen Sitzung auf fast 0,5800.
  • Die US-Produktionsaktivität hat sich im Dezember stärker als erwartet verringert.
  • Geopolitische Brennpunkte könnten sichere Währungen wie den US-Dollar stärken und den Aufwärtstrend des Paares begrenzen.

Das Paar NZD/USD handelt am Dienstag in der asiatischen Sitzung zum dritten Mal in Folge im positiven Bereich um 0,5800. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem neuseeländischen Dollar (NZD) aufgrund schwächer als erwarteter US-Wirtschaftsdaten. Händler bereiten sich auf den US-Beschäftigungsbericht für Dezember am Freitag vor, um Hinweise auf den Zinspfad der Federal Reserve (Fed) zu erhalten.

Die am Montag vom Institute for Supply Management (ISM) veröffentlichten Daten zeigten, dass der Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe in den USA im Dezember auf 47,9 fiel, gegenüber 48,2 im November. Dieser Wert verlängerte seinen Rückgang auf 10 aufeinanderfolgende Monate und lag unter dem Marktkonsens von 48,3. Der Greenback gab als unmittelbare Reaktion auf den enttäuschenden US-EMI für das verarbeitende Gewerbe nach.

Erneute Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed könnten den USD nach unten ziehen und dem Paar Rückenwind geben. Händler warten auf Trumps Entscheidung für den nächsten Fed-Vorsitzenden, da Jerome Powells Amtszeit im Mai endet. Trump sagte, er werde diesen Monat seinen Vorschlag bekannt geben und hat erklärt, dass Powells Nachfolger „jemand sein wird, der an niedrigere Zinsen glaubt, und zwar erheblich.“

Die USA haben den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau, Cilia Flores, in Caracas festgenommen. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass Washington derzeit „die Kontrolle“ über Venezuela hat und beabsichtigt, das Land zu „führen“, bis ein ordnungsgemäßer Übergang etabliert ist. Unsicherheit und Spannungen zwischen den USA und Venezuela könnten die Nachfrage nach sicheren Häfen ankurbeln und den US-Dollar kurzfristig stützen.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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