- NZD/USD klettert am zweiten Tag in Folge höher, unterstützt durch eine Kombination von Faktoren.
- Wetten auf Zinssenkungen der Fed belasten den USD und wirken als Rückenwind für das Paar in einem positiven Risikokontext.
- Die hawkische Haltung der RBNZ kommt dem NZD weiter zugute und unterstützt die Argumentation für zusätzliche Gewinne.
Das Paar NZD/USD zieht am Dienstag während der asiatischen Sitzung einige Nachkäufer an und klettert auf ein Wochenhoch. Die Kassakurse scheinen nun, über die Marke von 0,5800 hinaus, auf dem positiven Momentum aufzubauen, unterstützt durch eine erneute Verkaufsneigung des US-Dollars (USD).
US-Finanzminister Scott Bessent brachte die Idee ins Spiel, dass der neue Vorsitzende der Federal Reserve (Fed) den Dot Plot abschaffen könnte und auch mögliche Änderungen am Inflationsrahmen und der Kommunikation der Zentralbank ansprach. Dies kommt zusätzlich zu den Erwartungen, dass der neue Fed-Vorsitzende extrem dovish sein wird und die Zinssätze unabhängig von den wirtschaftlichen Fundamentaldaten senken wird, was wiederum dem USD nicht hilft, von der Erholung der letzten Woche von seinem niedrigsten Stand seit Anfang Oktober zu profitieren.
Abgesehen davon untergräbt ein allgemein positiver Ton an den Aktienmärkten den sicheren Hafenstatus des Greenbacks und kommt dem risikosensiblen Kiwi zugute. Darüber hinaus wirkt die hawkische Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) zur zukünftigen Geldpolitik als Rückenwind für den Neuseeland-Dollar (NZD). RBNZ-Gouverneurin Ann Breman hatte gesagt, dass der Leitzins (OCR) voraussichtlich für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen Niveau bleiben wird, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen wie erwartet entwickeln.
Dies wiederum bestätigt die kurzfristige positive Aussicht für das NZD/USD-Paar und unterstützt die Argumentation für eine weitere Aufwärtsbewegung. Händler blicken nun auf die US-Wirtschaftsdaten – einschließlich der verspäteten Veröffentlichung des vorläufigen BIP-Berichts für das dritte Quartal und der Bestellungen langlebiger Wirtschaftsgüter später im nordamerikanischen Handel. Abgesehen davon werden Kommentare von einflussreichen FOMC-Mitgliedern die USD-Nachfrage antreiben, die zusammen mit der breiteren Risikostimmung einen gewissen Impuls erzeugen sollten.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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