• NZD/USD steigt zum zweiten Mal in Folge aufgrund einer Kombination unterstützender Faktoren.
  • Dovische Fed-Erwartungen belasten den USD und heben die Kassapreise in einem positiven Risikokontext.
  • Die hawkishe Haltung der RBNZ kommt dem NZD zugute und unterstützt die Argumentation für zusätzliche Gewinne.

Das Paar NZD/USD zieht zum zweiten aufeinanderfolgenden Tag einige Nachkäufer an und klettert in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung näher an das monatliche Hoch. Die Kassapreise notieren derzeit um die 0,5825 und liegen damit fast 0,60% im Plus für den Tag, und scheinen bereit zu sein, weiter zu steigen, angesichts der vorherrschenden Verkaufsneigung des US-Dollars (USD).

US-Finanzminister Scott Bessent brachte die Idee ins Spiel, dass der neue Vorsitzende der Federal Reserve (Fed) den Dot Plot abschaffen könnte und wies auch auf mögliche Änderungen im Inflationsrahmen und in der Kommunikation der Zentralbank hin. Dies kommt zusätzlich zu den Erwartungen, dass der neue Fed-Vorsitzende extrem dovish sein wird und die Zinssätze unabhängig von den wirtschaftlichen Fundamentaldaten senken wird, was wiederum dem USD nicht hilft, von der Erholung der letzten Woche von seinem niedrigsten Stand seit Anfang Oktober zu profitieren.

Abgesehen davon zieht ein allgemein positiver Ton an den Aktienmärkten den sicheren Hafen Dollar auf ein Wochen-Tief und kommt dem risikosensiblen Kiwi zugute. Darüber hinaus wirkt die hawkishe Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) zum zukünftigen geldpolitischen Kurs als Rückenwind für den Neuseeland-Dollar (NZD). RBNZ-Gouverneurin Ann Breman hatte gesagt, dass der Leitzins (OCR) voraussichtlich für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen Niveau bleiben wird, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen wie erwartet entwickeln.

Dies wiederum validiert die kurzfristige positive Aussicht für das NZD/USD-Paar und unterstützt die Argumentation für eine weitere Aufwertung. Händler blicken nun auf die US-Wirtschaftsdaten – die verspätete Veröffentlichung des vorläufigen BIP-Berichts für das dritte Quartal und der Bestellungen langlebiger Wirtschaftsgüter, die später im nordamerikanischen Handel veröffentlicht werden. Abgesehen davon werden Kommentare von einflussreichen FOMC-Mitgliedern die USD-Nachfrage antreiben, die zusammen mit der breiteren Risikostimmung einige Impulse erzeugen sollte.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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