• NZD/USD gewinnt an Fahrt und nähert sich 0,6010 in der frühen asiatischen Sitzung am Donnerstag. 
  • Die RBNZ ließ ihren Leitzins auf ihrer Juli-Sitzung unverändert. 
  • Händler bereiten sich auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA vor, die später am Donnerstag fällig sind. 

Das Paar NZD/USD weitet die Rallye auf etwa 0,6010 während der frühen asiatischen Sitzung am Donnerstag aus. Der neuseeländische Dollar (NZD) stärkt sich gegenüber dem Greenback, da die Reserve Bank of New Zealand in ihrer letzten geldpolitischen Sitzung einen vorsichtigen Ton anschlug. Händler werden ein Auge auf die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA haben, die später am Donnerstag fällig sind. 

Die RBNZ hielt den Leitzins (Official Cash Rate - OCR) am Mittwoch auf ihrer Juli-Sitzung stabil bei 3,25% und verwies auf ein erhöhtes Maß an Unsicherheit und kurzfristige Risiken für die Inflation. Die neuseeländische Zentralbank hat den Lockerungszyklus zum ersten Mal seit Beginn der Zinssenkungen im August 2024 pausiert. Die aktuellen Kreditkosten liegen auf dem niedrigsten Stand seit August 2022.

Die Entscheidung der Politiker, den Zinssatz beizubehalten, soll der Zentralbank ermöglichen, zu beurteilen, ob die Schwäche in der heimischen Wirtschaft anhält und wie sich Inflation und Inflationserwartungen vor ihrer nächsten Sitzung im August entwickeln. Volkmar Baur, FX-Analyst bei Commerzbank, sagte, dass das Update zur Geldpolitik auf eine anhaltende Vorsicht seitens der RBNZ hindeutet, "und wir gehen weiterhin davon aus, dass es höchstens einen weiteren Schritt geben wird, bevor der Zyklus endet. Dies sollte den NZD unterstützen."

Auf der USD-Seite sagte US-Präsident Donald Trump am Dienstag, dass er einen Zoll von 50% auf importiertes Kupfer erheben und bald lang erwartete Abgaben auf Halbleiter und Pharmazeutika einführen werde, was Ängste vor einem globalen Handelskrieg schürt. 

Die USA und China einigten sich im Juni auf einen Handelsrahmen, der einen fragilen Waffenstillstand wiederherstellte, aber viele Details bleiben unklar. Investoren werden die Entwicklungen rund um das Handelsabkommen zwischen den USA und China genau beobachten. Jegliche erneuten Handelskonflikte könnten den China-Proxy Kiwi untergraben, da China ein wichtiger Handelspartner Neuseelands ist. 

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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