• NZD/USD handelt am Donnerstag in der frühen europäischen Sitzung stärker um 0,5820. 
  • Die aktuellen BIP-Zahlen Neuseelands waren schwächer als erwartet, was Wetten auf zusätzliche geldpolitische Lockerungen anheizt. 
  • Händler werden die Äußerungen der Fed und die endgültige Lesung der US-BIP-Daten für Q2 am Donnerstag genau beobachten. 

Das NZD/USD-Paar gewinnt in der Nähe von 0,5820 an Boden und beendet die zweitägige Verlustserie während der frühen Handelsstunden in Europa am Donnerstag. Das potenzielle Aufwärtspotenzial für den Neuseeland-Dollar (NZD) könnte jedoch begrenzt sein, da erwartet wird, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) die Zinsen weiter senken könnte, bevor die neue Gouverneurin Anna Breman am 1. Dezember ihr Amt antritt. 

Anna Breman wurde zur neuen Gouverneurin der RBNZ ernannt und wird Anfang Dezember ihre Rolle übernehmen. Der amtierende Gouverneur Christian Hawkesby wird die bevorstehenden Sitzungen im Oktober und November leiten, bei denen zusätzliche Zinssenkungen wahrscheinlich sind, da das jüngste Bruttoinlandsprodukt (BIP) Neuseelands schwächer als erwartet ausfiel. 

Die Finanzmärkte preisen nun eine aggressive Zinssenkung vor Bremans erster Sitzung im Februar 2026 ein, wobei einige Prognosen eine erhebliche Reduzierung um 50 Basispunkte (bps) bei der kommenden Sitzung der RBNZ im nächsten Monat vorschlagen.

Fed-Vorsitzender Jerome Powell stellte fest, dass die US-Notenbank ihren Fokus auf die Unterstützung der Beschäftigung verlagert, da Anzeichen auf einen schwächeren Arbeitsmarkt hindeuten. Powell erklärte weiter, dass zukünftige Entscheidungen von den eingehenden Wirtschaftsdaten abhängen werden, insbesondere in Bezug auf Inflation und Beschäftigungstrends.

Die Marktreaktionen waren gemischt und spiegeln unterschiedliche Meinungen unter den Fed-Vertretern wider. Händler werden später am Donnerstag weitere Hinweise aus den Äußerungen der Fed für den zukünftigen geldpolitischen Kurs aufnehmen. Jede dovishe Äußerung der Fed-Entscheidungsträger könnte den Greenback nach unten ziehen und dem Paar Rückenwind verleihen. Auch die endgültige Lesung des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das zweite Quartal (Q2) steht noch am selben Tag an. 

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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