- NZD/USD gewinnt im frühen asiatischen Handel am Donnerstag nahe 0,5820.
- Die Beschäftigung im US-Privatsektor fiel im September um 32.000, schwächer als erwartet.
- Die Aussicht auf weitere Zinssenkungen durch die RBNZ in diesem Jahr könnte den Aufwärtstrend des Paares begrenzen.
Das Paar NZD/USD handelt am Donnerstag im frühen asiatischen Handel zum zweiten Mal in Folge im positiven Bereich um 0,5820. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem neuseeländischen Dollar (NZD) ab, da die US-Regierung nach dem Scheitern von US-Präsident Donald Trump und dem Kongress, eine Einigung zu erzielen, geschlossen wurde. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA werden aufgrund der laufenden bundesstaatlichen Schließung nicht veröffentlicht.
Die Bundesregierung wurde am Mittwoch geschlossen, nachdem der Kongress in einer Sackgasse stecken blieb und keinen Finanzierungsdeal erreichen konnte. Der Bericht über die US Nonfarm Payrolls (NFP) für September wird am Freitag nicht veröffentlicht, da das Arbeitsministerium nahezu alle Aktivitäten pausiert hat. „Wir sind besorgt über die Schließung der Regierung, die auch nicht gut für den Dollar ist“, sagte Juan Perez, Handelsdirektor bei Monex USA in Washington.
Die Beschäftigung im Privatsektor der Vereinigten Staaten schrumpfte im letzten Monat, was die Erwartungen an eine Zinssenkung der Federal Reserve (Fed) um zwei weitere Male in diesem Jahr verstärkte. Dies könnte wiederum den Greenback belasten und Rückenwind für das Paar schaffen.
Die Beschäftigung im US-Privatsektor fiel im September um 32.000, und die jährlichen Löhne stiegen im Jahresvergleich um 4,5%, wie die Automatic Data Processing (ADP) am Mittwoch zeigte. Diese Zahl folgte auf den Rückgang um 3.000 (revidiert von einem Anstieg um 54.000), der im August gemeldet wurde, und lag unter den Markterwartungen von 50.000.
Andererseits könnte die dovishe Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) den Kiwi gegenüber dem USD untergraben. Die Prognosen der RBNZ deuteten auf zusätzliche Zinssenkungen hin, möglicherweise mit zwei weiteren Senkungen um 25 Basispunkte (bps) bis März nächsten Jahres. Dennoch werden der genaue Zeitpunkt und das Ausmaß dieser zukünftigen Senkungen von der Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Erholung abhängen.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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