• NZD/USD driftet am Mittwoch in der frühen europäischen Sitzung auf etwa 0,5845 nach oben.
  • Wachsende Erwartungen an eine Zinssenkung in den USA und Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed belasten den US-Dollar.
  • Die Risk-Off-Stimmung und Zuflüsse in sichere Häfen könnten den Aufwärtstrend des Paares begrenzen.

Das Paar NZD/USD weitet seinen Aufwärtstrend am Mittwoch in der frühen europäischen Sitzung auf nahe 0,5845 aus. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem neuseeländischen Dollar (NZD) angesichts der Aussicht auf eine weitere Zinssenkung durch die US-Notenbank (Fed). Die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung in den USA werden später am Tag veröffentlicht.

Daten, die am Dienstag vom Bureau of Economic Analysis veröffentlicht wurden, zeigten, dass das starke Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt die Stimmung in Bezug auf die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed im nächsten Jahr nicht verändern konnte. Die US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal (Q3) mit einer annualisierten Rate von 4,3%. Diese Zahl war stärker als die Schätzungen von 3,3% und folgte einem Wachstum von 3,8% im Q2.

US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, dass er erwarte, dass sein Fed-Vorsitzender die Zinsen senken wird, wenn sich die Wirtschaft gut entwickelt. Trump bemerkte, dass der nächste Fed-Vorsitzende jemand sein wird, der an deutlich niedrigere Zinsen glaubt. Er deutete an, dass Meinungsverschiedenheiten mit seinen Ansichten Kandidaten von der Berücksichtigung für den höchsten Posten der Fed disqualifizieren würden. Seine Kommentare dürften die Bedenken unter Investoren und politischen Entscheidungsträgern hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed verstärken, was den Greenback nach unten ziehen und dem Paar Rückenwind verleihen könnte.

Dennoch könnte die Risk-Off-Stimmung angesichts von Unsicherheiten und steigenden geopolitischen Spannungen die sichere Währung, wie den USD, stärken. Die USA haben ihre Versuche verstärkt, die Rohölversorgung Venezuelas zu blockieren. Um die Versorgung zu stören und die Finanzierung des Maduro-Regimes zu unterbinden, haben die USA zwei venezolanische Öltanker in der Karibik abgefangen und gedroht, weitere sanktionierte Boote zu beschlagnahmen, die sich Venezuela nähern oder von dort ablegen.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.


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