• NZD/USD gewinnt im frühen asiatischen Handel am Mittwoch auf etwa 0,6055.
  • Investoren bereiten sich auf das Ergebnis der Handelsgespräche zwischen den USA und China vor. 
  • Die sich vertiefenden Deflationsrisiken in China könnten den neuseeländischen Dollar belasten. 

Das Paar NZD/USD wird im frühen asiatischen Handel am Mittwoch im positiven Bereich nahe 0,6055 gehandelt. Hoffnungen, dass die Handelsgespräche zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und China gut verlaufen, bieten etwas Unterstützung für den China-Proxy neuseeländischen Dollar (NZD). Die Inflationsdaten des US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Mai werden später am Mittwoch im Mittelpunkt stehen. 

Investoren warten auf das Ergebnis der Handelsgespräche zwischen den USA und China, den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Der US-Handelsminister Howard Lutnick sagte, dass die USA und China einen Rahmen zur Umsetzung des Genfer Konsenses erreicht haben, sie werden jedoch zurückkehren und sehen, ob US-Präsident Donald Trump dem zustimmt.

Trump kommentierte earlier diese Woche, dass China "nicht einfach" sei, aber die USA "gut abschneiden" in den Verhandlungen. Der Optimismus rund um die US-chinesischen Verhandlungen stützt den China-Proxy Kiwi, da China ein wichtiger Handelspartner Neuseelands ist.

Händler werden am Mittwoch weitere Hinweise aus dem US-VPI-Inflationsbericht ziehen. Der Gesamt-VPI wird voraussichtlich einen Anstieg von 2,5 % im Jahresvergleich im Mai zeigen, während der Kern-VPI im gleichen Zeitraum voraussichtlich um 2,9 % im Jahresvergleich steigen wird. Dieser Bericht könnte einige Hinweise auf weitere Einblicke in die US-Wirtschaft bieten. 

"Letztendlich wird erwartet, dass dieser Bericht keine wesentlichen Änderungen an der aktuellen Abwartestrategie der Fed hinsichtlich der Zinssätze verursacht," sagte Sam Millette, Direktor für festverzinsliche Wertpapiere bei Commonwealth Financial Network. 

Die Produzenten-Deflation in China hat sich auf den schlechtesten Stand seit 22 Monaten vertieft, während die Verbraucherpreise ihren Rückgang fortsetzten, was den NZD belastet. Der VPI Chinas fiel im Mai im Jahresvergleich um 0,1 %, nachdem er im April um 0,1 % gesunken war, berichtete das Nationale Statistikamt Chinas am Montag. Der Marktkonsens ging von einem Rückgang um 0,2 % im berichteten Zeitraum aus. In der Zwischenzeit fiel der EPI im Mai um 3,3 % im Jahresvergleich, nach einem Rückgang um 2,7 % im April. Die Daten lagen unter dem Marktkonsens von 3,2 %.  

Neuseeländischer Dollar FAQs

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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