• NZD/USD erreicht ein Ein-Monats-Tief, da der globale Sicherheitsflug den USD stärkt.
  • Wetten auf Zinssenkungen der Fed könnten den USD begrenzen und die Abwärtsbewegung der Kassapreise eindämmen.
  • Die hawkische Haltung der RBNZ rechtfertigt ebenfalls Vorsicht für aggressive NZD-Bären.

Das Paar NZD/USD erholt sich von seinem niedrigsten Stand seit Anfang Dezember, im Bereich von 0,5725-0,5720, der während der asiatischen Sitzung am Montag erreicht wurde, und schließt die wöchentliche bärische Eröffnungslücke. Die Kassapreise haben jedoch Schwierigkeiten, von der Aufwärtsbewegung zu profitieren und handeln derzeit knapp über der Marke von 0,5700, was einem Rückgang von 0,15 % für den Tag entspricht.

Der US-Dollar (USD) verlängert seine jüngste, recht gute Erholungsbewegung von einem Mehrmonatstief, das im Dezember erreicht wurde, und steigt auf ein Drei-Wochen-Hoch im Zuge des globalen Sicherheitsflugs, der durch steigende geopolitische Spannungen gestützt wird. Die Delta Force der US-Armee, eine Eliteeinheit der Spezialkräfte, griff am Samstag Venezuela an und nahm dessen Präsidenten Nicolás Maduro sowie seine Frau fest. Dies kommt zusätzlich zum langwierigen Russland-Ukraine-Krieg, Unruhen im Iran und Problemen rund um Gaza, was dem sicheren Hafen Dollar zugutekommt und als Gegenwind für den risikosensiblen Kiwi wirkt.

Das Aufwärtspotenzial für den USD scheint jedoch begrenzt zu sein, angesichts der Spekulationen über weitere Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr. Dies stellt eine signifikante Divergenz im Vergleich zur hawkischen Perspektive der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) hinsichtlich des zukünftigen geldpolitischen Kurs dar. Tatsächlich hatte RBNZ-Gouverneurin Ann Breman gesagt, dass der Leitzins voraussichtlich für einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen Niveau bleiben wird, wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen wie erwartet entwickeln. Dies unterstützt wiederum den Neuseeland-Dollar (NZD) und begrenzt weitere tiefere Verluste für das NZD/USD-Paar.

Die Kassapreise bewegen sich unterdessen kaum, nachdem Daten von RatingDog veröffentlicht wurden, die zeigten, dass der Einkaufsmanager-Index (EMI) für den Dienstleistungssektor in China im Dezember auf 52,0 von 52,1 im Vormonat gesunken ist. In der Folge warten die Händler nun auf die Veröffentlichung des US ISM EMI für das verarbeitende Gewerbe, um später in der nordamerikanischen Sitzung neuen Schwung zu erhalten. Darüber hinaus werden die wichtigen US-Makrodaten dieser Woche, die zu Beginn eines neuen Monats angesetzt sind, einschließlich des mit Spannung erwarteten Nonfarm Payrolls (NFP)-Berichts, eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der USD-Preisdynamik spielen. Abgesehen davon werden geopolitische Entwicklungen das NZD/USD-Paar kurzfristig antreiben.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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