- NZD/USD steigt auf fast 0,5970, da der US-Dollar vor der Geldpolitik der Fed schwächelt.
- Es wird erwartet, dass die Fed am Mittwoch die Zinsen stabil hält.
- Ein höherer VPI für Neuseeland im vierten Quartal hat die Tür für eine Zinserhöhung in naher Zukunft geöffnet.
Das Paar NZD/USD notiert während des asiatischen Handels am Montag um 0,3% höher bei fast 0,5975. Das Kiwi-Paar stärkt sich, da der US-Dollar (USD) zu Beginn der geldpolitischen Woche der Federal Reserve (Fed) über das gesamte Spektrum schwächelt.
Bei Redaktionsschluss lag der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, um 0,4% bei fast 97,00, dem niedrigsten Stand seit über vier Monaten.
US-Dollar - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am schwächsten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.35% | -0.19% | -1.03% | -0.08% | -0.36% | -0.27% | -0.59% | |
| EUR | 0.35% | 0.15% | -0.64% | 0.27% | -0.02% | 0.07% | -0.24% | |
| GBP | 0.19% | -0.15% | -0.80% | 0.11% | -0.17% | -0.08% | -0.40% | |
| JPY | 1.03% | 0.64% | 0.80% | 0.95% | 0.65% | 0.75% | 0.43% | |
| CAD | 0.08% | -0.27% | -0.11% | -0.95% | -0.28% | -0.19% | -0.51% | |
| AUD | 0.36% | 0.02% | 0.17% | -0.65% | 0.28% | 0.09% | -0.22% | |
| NZD | 0.27% | -0.07% | 0.08% | -0.75% | 0.19% | -0.09% | -0.32% | |
| CHF | 0.59% | 0.24% | 0.40% | -0.43% | 0.51% | 0.22% | 0.32% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.
Der US-Dollar fiel auch letzte Woche stark, nachdem Washington 10% Zölle auf mehrere Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) und das Vereinigte Königreich (UK) verhängt hatte, als Vergeltung für deren Widerstand gegen die US-Kontrolle über Grönland.
Allerdings rollte der US-Präsident Donald Trump zusätzliche Zölle zurück und spielte in seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos sowie im Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte die Ängste vor gewaltsamen Maßnahmen herunter, doch der US-Dollar konnte sich daraufhin nicht nachhaltig erholen.
Am Mittwoch wird die Fed die Zinsen in der Spanne von 3,50%-3,75% unverändert lassen, so das CME FedWatch-Tool. Die Fed hat die Borrowing-Zinsen in den letzten drei geldpolitischen Sitzungen um 75 Basispunkte (bps) gesenkt.
In der Zwischenzeit hat sich die breitere Attraktivität des Neuseeländischen Dollars (NZD) ebenfalls verbessert, da die Anleger erwarten, dass der nächste Schritt der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) eine "Zinserhöhung" sein wird, da der Preisdruck im vierten Quartal 2025 zugenommen hat. Die Daten zeigten am Freitag, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) für Neuseeland im vierten Quartal um 3,1% gestiegen ist, während ein stabiler Wert von 3% erwartet wurde.
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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