• NZD/USD zieht am Donnerstag im frühen asiatischen Handel einige Verkäufer auf etwa 0,5930 an und liegt damit um 0,10 % im Minus.
  • Die erneuten Handels Spannungen zwischen den USA und China belasten den von China abhängigen Kiwi. 
  • Das 'Sell America'-Investitionsthema könnte den US-Dollar untergraben und den Abwärtstrend des Paares begrenzen. 

Das NZD/USD-Paar schwächt sich während der frühen asiatischen Sitzung am Donnerstag auf etwa 0,5930 ab. Der Abwärtstrend des Paares könnte jedoch begrenzt sein, angesichts der wachsenden Bedenken über die Steuerkürzungen und das Ausgabenpaket der US-Regierung unter Präsident Donald Trump sowie über die Leistung der US-Wirtschaft.

Der Handelsüberschuss Neuseelands stieg im April auf 1.426 Millionen NZD, nach 794 Millionen NZD im März, wie Statistics New Zealand am Mittwoch bekannt gab. Diese Zahl übertraf die Schätzung von 500 Millionen NZD. Die erneuten Ängste vor Handels Spannungen zwischen den USA und China belasten jedoch den von China abhängigen Kiwi, da China ein wichtiger Handelspartner Neuseelands ist. 

Das chinesische Handelsministerium erklärte am frühen Mittwoch, dass die US-Maßnahmen gegen Chinas fortschrittliche Chips 'typisch für einseitige Bullying und Protektionismus' seien. Die chinesischen Behörden forderten die USA auf, ihre fehlerhaften Praktiken sofort zu korrigieren. 

Andererseits üben die Sorgen über ein anwachsendes Defizit, das Amerikas Status als sicheren Hafen bedroht, Verkaufsdruck auf den Greenback aus. Die Republikaner sind weiterhin über die Einzelheiten der Steuerlegislation gespalten. Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, sagte, dass Trump am Dienstag mit den republikanischen Abgeordneten zusammentraf und es ihm nicht gelang, die Widerständler seiner Partei davon zu überzeugen, sein umfassendes Steuergesetz zu unterstützen. Republikanische Hardliner argumentieren weiterhin, dass das Gesetz nicht ausreichend Ausgaben kürzt.

Neuseeländischer Dollar FAQs

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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