- NZD/USD gibt im frühen asiatischen Handel am Dienstag auf etwa 0,5790 nach.
- Trump drohte mit steigenden Zöllen auf acht europäische Länder im Rahmen seines Plans, Grönland zu kaufen.
- Die chinesische Wirtschaft verlangsamte sich im vierten Quartal auf ein annualisiertes Wachstum von 4,5%, verglichen mit einer Expansion von 4,8% im dritten Quartal.
Das Paar NZD/USD verliert im frühen asiatischen Handel am Dienstag an Boden und notiert bei etwa 0,5790, belastet durch eine erneute Nachfrage nach dem US-Dollar (USD). Dennoch könnte das potenzielle Abwärtspotenzial für das Paar angesichts des neuen Handelskriegs von US-Präsident Donald Trump begrenzt sein. Der wöchentliche ADP-Bericht der USA wird später am Dienstag veröffentlicht.
Am Samstag sagte Trump, dass er ab dem 1. Februar einen zusätzlichen Importzoll von 10% auf Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Finnland und dem Vereinigten Königreich (UK) erheben würde, bis die Vereinigten Staaten (US) Grönland kaufen dürfen. Die Drohung von Trump, neue Zölle auf acht europäische Länder zu erheben, könnte das Narrativ "Sell America" stärken und dem Paar Rückenwind verleihen.
Die am Montag veröffentlichten Daten des Nationalen Statistikamts zeigten, dass die chinesische Wirtschaft das offizielle Ziel von etwa 5% erreichte, das gleiche Wachstum wie 2024, trotz einer Verlangsamung auf 4,5% im vierten Quartal (Q4) des Jahres. Das vierteljährliche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging von einem Wachstum von 4,8% im Q3 zurück und war die schwächste vierteljährliche Zahl seit Anfang 2023. Die positiven wirtschaftlichen Daten aus China könnten dem China-Proxy Kiwi Unterstützung bieten, da China ein wichtiger Handelspartner Neuseelands ist.
Am Dienstag gab die People's Bank of China (PBOC), die chinesische Zentralbank, bekannt, dass sie ihre Loan Prime Rates (LPRs) unverändert lässt. Die ein- und fünfjährigen LPRs lagen bei 3,00% bzw. 3,50%.
Händler werden den Verbraucherpreisindex (VPI) für Neuseeland am Freitag genau beobachten. Der VPI wird voraussichtlich einen Anstieg von 0,5% im Vergleich zum Vorquartal im Q4 zeigen. Jegliche Anzeichen einer schwächeren Inflation in Neuseeland könnten den neuseeländischen Dollar (NZD) belasten, da dies die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) verringern könnte.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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