• NZD/USD driftet am Mittwoch in der frühen asiatischen Sitzung auf etwa 0,5655 nach unten.
  • Die längste US-Regierungsstilllegung könnte bereits am Mittwoch enden.
  • Die zweijährige jährliche Inflationserwartung Neuseelands blieb unverändert bei 2,28 %.

Das Paar NZD/USD sinkt während der frühen asiatischen Sitzung am Mittwoch auf etwa 0,5655. Optimismus über einen möglichen Deal zur Beendigung der US-Regierungsstilllegung bietet dem US-Dollar (USD) gegenüber dem neuseeländischen Dollar (NZD) etwas Unterstützung. Händler werden später am Mittwoch weitere Hinweise aus den Äußerungen der Fed aufnehmen.

Das Finanzierungsprojekt, das eine Rekordstilllegung der Regierung in der US-Geschichte beenden würde, wird so schnell wie möglich zur endgültigen Abstimmung ins Repräsentantenhaus gebracht, nachdem der Senat es am Montag mit 60 zu 40 Stimmen genehmigt hat. Wenn es in beiden Kammern des Kongresses verabschiedet wird, wird es zur Unterschrift an US-Präsident Donald Trump weitergeleitet.

Trump äußerte am Montag seine Unterstützung für eine parteiübergreifende Vereinbarung zur Beendigung der US-Stilllegung, ein bedeutender Schritt, der wahrscheinlich macht, dass die Regierung innerhalb weniger Tage wiedereröffnet wird. Die Hoffnungen auf eine Wiedereröffnung der US-Regierung stützen den Greenback und schaffen Gegenwind für das Paar.

Dennoch könnten weitere Wetten auf eine Zinssenkung durch die US-Zentralbank bis zum Jahresende die Aufwärtsbewegung des USD begrenzen. Die Märkte rechnen jetzt mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 68 %, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen im Dezember senken wird, laut dem CME FedWatch-Tool.

Die am Dienstag veröffentlichten Daten von Automatic Data Processing (ADP) zeigten, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen im privaten Sektor in den vier Wochen bis zum 25. Oktober im Durchschnitt um mehr als 11.250 pro Woche zurückging. Die Daten stehen im Gegensatz zu den Gewinnen im Oktober, die das Unternehmen letzte Woche berichtete, und deuten auf eine gewisse Schwächung des Arbeitsmarktes hin.

Im vierten Quartal (Q4) 2025 ergab die Umfrage zu den monetären Bedingungen der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), dass die zweijährige Inflationserwartung Neuseelands bei 2,28 % stabil blieb, im Vergleich zu 2,28 %, die im Q3 gesehen wurden. Die durchschnittlichen einjährigen Inflationserwartungen Neuseelands stiegen im Q4 auf 2,39 %, verglichen mit 2,37 % im Q3.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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