• Der NZD/USD setzt seine Gewinne vom Mittwoch fort, nachdem die US-Notenbank auf ihrer Sitzung im Mai eine lockere Haltung eingenommen hatte. 
  • Ein positiver Trend in der Marktstimmung hebt die Gewinne des NZD/USD am Donnerstag wieder auf. 
  • Längerfristige negative Faktoren und das sich verschlechternde Wirtschaftsbild in Neuseeland dürften weiterhin belastend wirken. 

NZD/USD steigt am Donnerstag um acht Hundertstel eines Prozents auf 0,5930, da eine Verbesserung der globalen Marktstimmung den Rohstoffwährungen hilft, von denen der Kiwi ein Paradebeispiel ist. 

Der Risikoappetit wird aufgrund der fallenden Ölpreise, die auf ein Sieben-Wochen-Tief von Mitte $79 gefallen sind, und des insgesamt positiven Ergebnisses der US-Notenbanksitzung am Mittwoch wieder zunehmen. 

Niedrigere Ölpreise senken die Kosten der Unternehmen und die Inflation insgesamt, und das Fazit der Fed-Sitzung im Mai lautete, dass die US-Inflation zwar nicht schnell genug zurückgeht, als dass die Notenbank eine Zinssenkung ernsthaft in Erwägung ziehen könnte, dass sie aber auch keine Zinserhöhung plant. Die Fed beschloss außerdem, den Abbau ihrer Bestände an US-Staatsanleihen zu verlangsamen und damit das Tempo der quantitativen Lockerung zu drosseln - eine dovishe Entscheidung, die den US-Dollar (USD) gegenüber den meisten Währungspaaren schwächte. 

Trotz der Erholung in den letzten 48 Stunden dürfte der NZD/USD-Wechselkurs längerfristig unter Druck bleiben, da die schwache Wirtschaftsleistung Neuseelands die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) die Zinsen noch vor der US-Notenbank senken wird. Da relativ niedrige Zinsen die Kapitalzuflüsse verringern, dürfte dies den NZD stärker belasten als den USD. 

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