- NZD/USD verzeichnet im frühen asiatischen Handel am Donnerstag leichte Gewinne um 0,5935.
- Die Verbraucherpreisinflation in Neuseeland stieg im ersten Quartal auf 2,5% gegenüber dem Vorjahr, da die Importkosten anstiegen.
- Händler setzen weiterhin auf Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr, beginnend im Juni.
Das Paar NZD/USD weitet die Rallye auf nahe 0,5935 während der frühen asiatischen Handelsstunden am Donnerstag aus. Der neuseeländische Dollar (NZD) legt leicht gegenüber dem US-Dollar (USD) zu, nachdem die Inflationsdaten höher als erwartet ausgefallen sind. Die US-Baugenehmigungen, Wohnungsstarts, der Philly Fed Manufacturing Index und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe werden später am Donnerstag veröffentlicht.
Die am Donnerstag von Statistics New Zealand veröffentlichten Daten zeigten, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) des Landes im ersten Quartal (Q1) 2025 um 2,5% gegenüber dem Vorjahr stieg, verglichen mit einem Anstieg von 2,2% im vierten Quartal 2024. Dieser Wert lag über der Erwartung von 2,3%. In der Zwischenzeit stieg die vierteljährliche CPI-Inflation im Q1 auf 0,9% gegenüber dem vorherigen Wert von 0,5% und über dem Marktkonsens von 0,7%.
Die Inflationszahlen lagen etwas über den Prognosen der Reserve Bank (RBNZ) von Februar, aber Analysten glauben, dass der Anstieg zusätzliche Senkungen des Official Cash Rate (OCR) in den kommenden Monaten nicht verhindern wird.
Auf der USD-Seite war der Konsum im März stärker als erwartet, wie das US Census Bureau am Mittwoch bekannt gab. Die Einzelhandelsumsätze in den USA stiegen im März um 1,4%, gefolgt von einem Anstieg von 0,2% im Februar. Diese Zahl lag über der Schätzung von 1,3%. Die Märkte reagierten kaum auf die Veröffentlichung.
Händler setzen auf Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr, nachdem Fed-Vorsitzender Jerome Powell sagte, dass die Zentralbank gut positioniert sei, um auf mehr Klarheit zu warten, bevor Änderungen an der Geldpolitik vorgenommen werden. Die Finanzmärkte erwarten, dass die Fed im Juni die Zinssenkungen wieder aufnimmt und dass der Leitzins, der sich derzeit im Bereich von 4,25%-4,50% befindet, bis zum Jahresende um einen vollen Prozentpunkt sinken wird.
Neuseeländischer Dollar FAQs
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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