- NZD/USD fällt, obwohl die Baugenehmigungen Neuseelands im November um 2,8 % im Monatsvergleich (MoM) gestiegen sind und den Rückgang im Oktober umkehren.
- Chinas Handelsüberschuss wird voraussichtlich auf 113,6 Mrd. USD anwachsen, mit einem Anstieg der Exporte um 3,0 % im Jahresvergleich und einem Anstieg der Importe um 0,9 %.
- Die schwächeren US-Inflationsdaten deuten darauf hin, dass die Federal Reserve die Zinssätze senken könnte, wie es die Märkte derzeit einpreisen.
NZD/USD weitet seine Verluste am zweiten aufeinanderfolgenden Tag aus und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch um 0,5730. Das Paar wertet ab, da der neuseeländische Dollar (NZD) nach der Veröffentlichung der saisonbereinigten Baugenehmigungen im Inland, die im November 2025 um 2,8 % im Monatsvergleich (MoM) gestiegen sind und einen nach oben revidierten Rückgang von 0,7 % im Oktober umkehren, vor Herausforderungen steht.
Händler werden voraussichtlich die Handelsbilanzdaten für Dezember später am Tag aus China, Neuseelands engstem Handelspartner, beobachten. Es wird erwartet, dass sich die Handelsbilanz im Dezember auf 113,60 Mrd. USD ausweitet, verglichen mit 111,68 Mrd. USD in der vorherigen Erhebung. Die Exporte werden voraussichtlich im Dezember um 3,0 % im Jahresvergleich steigen, während die Importe im gleichen Zeitraum um 0,9 % im Jahresvergleich zunehmen sollen.
Das NZD/USD-Paar verliert ebenfalls an Boden, da der US-Dollar (USD) an Wert gewinnt, obwohl die neuesten Inflationsdaten in den Vereinigten Staaten (US) harmlos sind, was darauf hindeutet, dass die Federal Reserve tatsächlich die Zinssätze senken könnte, wie es die Finanzmärkte einpreisen.
Der US-Kernverbraucherpreisindex (CPI), ohne Lebensmittel und Energie, stieg im Dezember um 0,2 %, was unter den Markterwartungen liegt, während die jährliche Kerninflation bei 2,6 % blieb und damit ein Vierjahrestief erreicht. Die Daten lieferten ein klareres Zeichen für eine nachlassende Inflation, nachdem frühere Veröffentlichungen durch Shutdown-Effekte verzerrt waren. Allerdings deuten der starke Nonfarm-Payrolls-Bericht vom letzten Freitag, ein Rückgang der Arbeitslosenquote und ein solider vierwöchiger Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsänderungen auf einen widerstandsfähigen Arbeitsmarkt hin.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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