- NZD/USD bewahrt die starken Gewinne der letzten Woche, da ein schwächerer USD enttäuschende chinesische Daten ausgleicht.
- Der RatingDog Manufacturing PMI Chinas fiel im November von 50,6 auf 49,9, während eine Prognose von 50,5 erwartet wurde.
- Die unterschiedlichen Erwartungen an die Politik der RBNZ und der Fed erweisen sich als weiterer unterstützender Faktor für die Kassakurse.
Das Paar NZD/USD bewegt sich zu Beginn einer neuen Woche in einer engen Spanne und konsolidiert seine jüngsten starken Gewinne auf ein nahezu einmonatiges Hoch, das am Freitag erreicht wurde. Die Kassakurse bleiben unterhalb der mittleren 0,5700er und reagieren kaum auf die enttäuschenden chinesischen Daten.
Tatsächlich kehrte der RatingDog Manufacturing Purchasing Managers' Index (PMI) Chinas unerwartet in die Kontraktion zurück und fiel im November von 50,6 im Oktober auf 49,9. Dies kommt zusätzlich zu den offiziellen PMIs, die am Wochenende veröffentlicht wurden und zeigten, dass die Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe Chinas im achten Monat in Folge zurückging, während der Index für den Dienstleistungssektor zum ersten Mal seit fast drei Jahren schrumpfte und auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2022 fiel.
Die unmittelbare Marktreaktion fällt jedoch gedämpft aus, da die Handels Spannungen nachlassen und die kürzlich angekündigten Regierungsmaßnahmen zur Ankurbelung des Konsums in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt wirken. Dies, zusammen mit dem hawkischen Ausblick der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) auf den zukünftigen geldpolitischen Kurs, wirkt weiterhin als Rückenwind für den Neuseeländischen Dollar (NZD). Darüber hinaus bietet die vorherrschende Verkaufsneigung des US-Dollars (USD) etwas Unterstützung für das NZD/USD-Paar.
Die RBNZ hat letzte Woche eine vollständig eingepreiste Zinssenkung um 25 Basispunkte (bps) vorgenommen und das Ende ihres Lockerungszyklus signalisiert. Im Gegensatz dazu preisen die Händler nun eine über 85%ige Wahrscheinlichkeit ein, dass die US-Notenbank (Fed) die Kreditkosten in diesem Monat erneut senken wird. Dies, zusammen mit dem zugrundeliegenden bullishen Ton, trägt zur relativen Unterperformance des sicheren Hafens Greenback gegenüber dem als riskanter wahrgenommenen Kiwi bei und unterstützt die Argumentation für eine weitere Aufwertung des NZD/USD-Paares.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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