- NZD/USD schwächt sich auf etwa 0,5740 im asiatischen Handel am Donnerstag.
- Trump verhängte einen 25%igen Zoll auf Importe einiger fortschrittlicher Computerchips, was den China-Proxy Neuseeländischen Dollar belastet.
- Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed könnten den Abwärtstrend des Paares begrenzen.
Das Paar NZD/USD verliert während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag an Boden und notiert nahe 0,5740. Der neuseeländische Dollar (NZD) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) angesichts erneuter Ängste vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China. Der wöchentliche Bericht über die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA und die Äußerungen der Fed werden später am Donnerstag im Fokus stehen.
US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am Mittwoch zwei Exekutivverordnungen, um einen 25%igen Zoll auf einige Halbleiter zu verhängen und sich auf Abgaben für kritische Mineralien vorzubereiten, falls erforderlich. Laut dem Weißen Haus war die US-Wirtschaft zu 100% auf Nettoimporte von 12 kritischen Mineralien angewiesen und zu über 50% auf Exporte von 29 kritischen Mineralien angewiesen.
Diese Abhängigkeit hat China in den jüngsten US-chinesischen Gesprächen Macht verliehen, aufgrund seiner Dominanz bei kritischen Mineralien und deren Verarbeitung. Es ist erwähnenswert, dass China ein wichtiger Handelspartner für Neuseeland ist, und negative Entwicklungen rund um die US-China-Beziehungen könnten den China-Proxy Kiwi untergraben.
Andererseits könnten Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Federal Reserve (Fed) den USD belasten und dem Paar Rückenwind verschaffen. Fed-Vorsitzender Jerome Powell kritisierte die Entscheidung der Trump-Administration, ihn vorzuladen, und sagte, dies sei eine Einschüchterung der US-Notenbank, um eine lockerere Geldpolitik zu erzwingen.
Trump erklärte am späten Mittwoch, dass er keine Pläne habe, Powell zu entlassen, trotz der strafrechtlichen Untersuchung des Justizministeriums gegen den Fed-Vorsitzenden, aber es sei "zu früh", um zu sagen, was er letztendlich tun würde.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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Hier ist, was Sie am Donnerstag, den 15. Januar, beachten sollten:
In einer recht unberechenbaren Woche kehrte der US-Dollar (USD) den deutlichen Anstieg vom Dienstag um und richtete seine Aufmerksamkeit in die entgegengesetzte Richtung, bedingt durch Nervosität hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed sowie zunehmende Spekulationen über weitere Zinssenkungen durch die Federal Reserve später im Jahr.