- NZD/USD verliert weiter an Boden, weil die Fed die Zinserhöhung verlängert.
- Die höheren Renditen der US-Staatsanleihen geben dem US-Dollar Unterstützung.
- Der Kiwi-Markt scheint in Erwartung der Veröffentlichung wichtiger Daten aus seinem wichtigsten Handelspartner China verunsichert zu sein.
NZD/USD wird im asiatischen Handel am Mittwoch um 0,5990 gehandelt und verzeichnet damit den zweiten Tag in Folge Verluste. Dieser Rückgang wird wahrscheinlich von der Einschätzung der Federal Reserve (Fed) beeinflusst, die die Zinsen für einen längeren Zeitraum höher halten will. Darüber hinaus haben die hawkischen Äußerungen des Präsidenten der Minneapolis Fed, Neel Kashkari, den US-Dollar gestärkt und damit Abwärtsdruck auf das Paar NZD/USD ausgeübt.
Die Äußerungen von Präsident Kashkari legen die Erwartung nahe, dass die Zinsen für eine erhebliche Dauer unverändert bleiben werden, wie Reuters berichtet. Obwohl die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen gering ist, ist sie nicht völlig ausgeschlossen.
Der US-Dollar-Index (DXY), der die Entwicklung des US-Dollars (USD) im Vergleich zu sechs wichtigen Währungen anzeigt, steigt auf fast 105,50. Die höheren Renditen der US-Staatsanleihen bieten dem Greenback Unterstützung. Die Renditen 2-jähriger und 10-jähriger US-Staatsanleihen lagen bei Redaktionsschluss bei 4,84% bzw. 4,47%.
In der vergangenen Woche deuteten Signale der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) darauf hin, dass sie beabsichtigt, eine geldpolitische Lockerung bis 2025 zu verschieben, da der Inflationsdruck im ersten Quartal höher als erwartet war. Diese Haltung könnte dem Neuseeländischen Dollar (NZD) Unterstützung bieten.
Darüber hinaus scheint der Kiwi-Markt im Vorfeld der Veröffentlichung wichtiger Daten aus seinem wichtigsten Handelspartner China verunsichert zu sein. Dazu gehören die Handelsbilanzdaten für April am Donnerstag und der Verbraucherpreisindex am Samstag.
In Neuseeland sind wachsende Bedenken hinsichtlich der heimischen Wirtschaft aufgekommen, insbesondere nach einer Warnung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), dass Wellington aufgrund von unzureichendem Wettbewerb, insbesondere im Supermarktsektor, ein geringeres Produktivitätswachstum verzeichnet.
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