- NZD/USD driftet am Dienstag nach unten, da Gewinnmitnahmen vor der entscheidenden FOMC-Sitzung einsetzen.
- Wetten auf Zinssenkungen der Fed belasten den USD im Rahmen des 'Sell America'-Handels und könnten das Hauptwährungspaar unterstützen.
- Hawkish-Erwartungen an die RBNZ und ein positiver Risikoton könnten zudem helfen, die Verluste des Kiwi weiter zu begrenzen.
Das NZD/USD-Paar weitet den nächtlichen Rückgang von der psychologischen Marke von 0,6000, einem Viermonatshoch, aus und driftet während der asiatischen Sitzung am Dienstag nach unten. Die Spotpreise scheinen vorerst eine sieben Tage andauernde Gewinnserie beendet zu haben und notieren derzeit knapp über der Marke von 0,5900, was einem Rückgang von fast 0,25% für den Tag entspricht.
In Ermangelung eines neuen fundamentalen Katalysators entscheiden sich die Bullen, einige Gewinne mitzunehmen, nachdem sie seit Anfang letzter Woche über 250 Pips stark gestiegen sind, während sie sich vor einer zweitägigen FOMC-Sitzung zur Geldpolitik, die heute beginnt, neu positionieren. Der Abwärtstrend scheint jedoch begrenzt, da Händler möglicherweise darauf warten, weitere Hinweise zum Zinssenkungspfad der US-Notenbank (Fed) zu erhalten, was die Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) kurzfristig antreiben und dem NZD/USD-Paar einen bedeutenden Impuls verleihen könnte.
Mit Blick auf das Risiko eines wichtigen Ereignisses der Zentralbank halten Wetten, dass die US-Zentralbank die Kreditkosten in diesem Jahr noch zweimal senken wird, und der sogenannte 'Sell America'-Handel die USD-Bullen in der Defensive. Darüber hinaus gelingt es der zugrunde liegenden bullischen Stimmung nicht, dem Dollar eine nennenswerte Erholung von seinem niedrigsten Stand seit September 2025, der am Vortag erreicht wurde, zu ermöglichen, und könnte als Rückenwind für den risikosensiblen Kiwi wirken. Dies wiederum rechtfertigt eine gewisse Vorsicht für die NZD/USD-Bären.
Unterdessen berichtete Statistics New Zealand letzte Woche, dass die jährliche Verbraucherinflation im vierten Quartal auf 3,1% gestiegen ist, was über dem Zielbereich der Zentralbank liegt. Die hohen Inflationsdaten bestätigten die Erwartungen, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) die Zinssätze später in diesem Jahr erhöhen könnte. Dies stellt eine signifikante Divergenz im Vergleich zu den dovishen Wetten auf die Fed dar und macht es ratsam, auf starke Anschlussverkäufe zu warten, bevor bestätigt wird, dass das NZD/USD-Paar seinen Höhepunkt erreicht hat.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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