- NZD/USD sieht sich Herausforderungen gegenüber, da der Business NZ PMI im September stabil bei 49,9 blieb.
- Der neuseeländische Dollar hat Schwierigkeiten, da Händler erwarten, dass die RBNZ im November eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vornimmt.
- Der US-Dollar könnte weiter zulegen, da die Risikoaversion angesichts der anhaltenden Regierungsstilllegung zunimmt.
NZD/USD bleibt für die vierte Sitzung in Folge schwächer und handelt am Freitag im asiatischen Handel um 0,5750. Das Paar hält Verluste nach dem Business NZ Performance of Manufacturing Index (PMI) im September, der stabil bei 49,9 blieb und sich weiterhin in der Kontraktion befindet.
Der neuseeländische Dollar (NZD) wertete gegenüber dem US-Dollar (USD) ab, nachdem die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) am Mittwoch eine größere als erwartete Zinssenkung beschlossen hatte. Die Zentralbank senkte ihren Leitzins um 50 Basispunkte auf 2,50 %, den niedrigsten Stand seit Juli 2022, während die Markterwartungen für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte im November steigen.
Das NZD/USD-Paar sah sich ebenfalls Herausforderungen gegenüber, da der US-Dollar (USD) durch die zunehmende Risikoaversion, die durch die anhaltende Regierungsstilllegung ausgelöst wird, weitere Unterstützung erhalten könnte. Der US-Senat blieb bei der Gesetzgebung zur Beendigung der Regierungsstilllegung blockiert.
Die vorherrschende dovishe Stimmung hinsichtlich der geldpolitischen Aussichten der US-Notenbank könnte jedoch den Dollar belasten und das NZD/USD-Paar unterstützen. Die Präsidentin der Fed von San Francisco, Mary Daly, sagte am späten Donnerstag, dass die Inflation viel geringer ausgefallen sei, als sie befürchtet hatte. Daly erklärte weiter, dass die US-Zentralbank zusätzliche Zinssenkungen im Risikomanagement prognostiziere.
Fed-Gouverneur Michael Barr sagte, dass der aktuelle Ausblick Herausforderungen für die Beurteilung der geldpolitischen Haltung und die Entscheidung über den richtigen Weg nach vorne mit sich bringe. Barr merkte auch an, dass die Zinssenkung der Fed im September angemessen war und der aktuelle Leitzins weiterhin moderat restriktiv ist. Er fügte hinzu, dass es zu diesem Zeitpunkt schwer zu beurteilen sei, ob die Regierungsstilllegung einen Einfluss auf die Gesamtwirtschaft haben wird.
Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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