• NZD/USD stärkt sich aufgrund von Risiko-Appetit bei nachlassenden Spannungen zwischen den USA und Venezuela.
  • Der US-Dollar schwächt sich, nachdem der ISM EMI für das verarbeitende Gewerbe auf 47,9 gefallen ist, zum dritten Mal in Folge.
  • Der neuseeländische Dollar wird durch einen vorsichtigen Ausblick auf die RBNZ-Politik gestützt.

NZD/USD weitet seine Gewinne zum dritten Mal in Folge aus und handelt am Dienstag in den frühen europäischen Stunden um 0,5810. Das risikosensitive Paar gewinnt an Boden, da die Bedenken über eine breitere geopolitische Eskalation nachlassen.

Die Vereinigten Staaten (US) starteten am Samstag einen großangelegten Militärschlag gegen Venezuela und nahmen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seine Frau fest. Bloomberg berichtete am Montag, dass Maduro sich in einem Drogen-Terrorismus-Fall nicht schuldig bekannte, was den Rahmen für einen beispiellosen Rechtsstreit mit erheblichen geopolitischen Auswirkungen schafft.

Das Paar NZD/USD wertete auf, da der US-Dollar (USD) nach einer enttäuschenden Umfrage im verarbeitenden Gewerbe unter Druck geriet. Der US ISM Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel zum dritten Mal in Folge und sank im Dezember 2025 auf 47,9, den niedrigsten Stand seit Oktober 2024, von 48,2 im November und unter den erwarteten 48,3. Die Daten deuten auf eine schnellere Kontraktion der US-Industrieaktivität hin, die durch Rückgänge bei der Produktion und den Beständen getrieben wird.

Händler warten in dieser Woche auf eine Reihe wichtiger US-Wirtschaftsdaten, einschließlich des Berichts über die Nonfarm Payrolls (NFP), um Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick zu erhalten. Die Konsensprognose sieht einen Anstieg der NFP um 55.000 Arbeitsplätze vor.

Der neuseeländische Dollar (NZD) wird durch einen vorsichtigen Ton bezüglich des geldpolitischen Ausblicks der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) gestützt. Die Entscheidungsträger haben signalisiert, dass der Zinssenkungszyklus wahrscheinlich im letzten Jahr nach 225 Basispunkten (bps) von Zinssenkungen beendet wurde, während sie sich gegen Erwartungen von Zinserhöhungen in naher Zukunft wehren. Gouverneurin Ann Breman hat erklärt, dass die Zinsen voraussichtlich für einen längeren Zeitraum stabil bleiben, es sei denn, es gibt Überraschungen.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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