• NZD/USD wertet nach Chinas Handelsdaten für August ab, die ein schwächer als erwartetes Importwachstum von 28,2% zeigten.
  • Die enttäuschende Ausweitung der chinesischen Importe belastet den Kiwi-Dollar aufgrund der engen bilateralen Handelsbeziehungen stark.
  • Die Abwärtsverluste bleiben durch die breitere Schwäche des US-Dollars vor den anstehenden US-Inflationsdaten begrenzt.

NZD/USD weitet seine Verluste den dritten Tag in Folge aus und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag um 0,5850. Das Paar wertet ab, da der neuseeländische Dollar (NZD) nach der Veröffentlichung von Handelsdaten aus China, Neuseelands wichtigstem Handelspartner, unter Druck bleibt.

Chinas Handelsbilanz für August erreichte 119,09 Mrd. USD und lag damit nahe an den Prognosen sowie über dem Juli-Wert von 112,5 Mrd. USD. Die Exporte stiegen im Jahresvergleich um 25% und beschleunigten sich damit gegenüber dem Anstieg von 23,9% im Juli. Die Importe legten jedoch im Jahresvergleich um 28,2% zu – ein leichter Anstieg gegenüber dem Wachstum von 27,5% im Vormonat, aber unter dem von den Märkten erwarteten Wachstum von 30%.

Trotz dieser Schwäche des Kiwi-Dollars könnte weiteres Abwärtspotenzial für das Paar NZD/USD durch die anhaltende Schwäche des US-Dollars abgefedert werden. Der Greenback könnte jedoch bald wieder an Boden gewinnen, da Händler eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 60% für eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September einpreisen, gestützt durch einen stärker als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht für August.

Die US Nonfarm Payrolls stiegen um 162.000, während die Arbeitslosenquote unverändert blieb. Anleger warten nun auf die anstehenden US-Erzeugerpreisindex- und Verbraucherpreisindex-Berichte im weiteren Wochenverlauf, um den nächsten geldpolitischen Schritt der Fed einzuschätzen.

Technische Analyse:

Auf dem Tages-Chart notiert NZD/USD bei 0,5850 und behält damit einen kurzfristig bärischen Ton bei, da das Paar sowohl unter dem 50- als auch unter dem 9-Tage Exponential Moving Average (EMA) bleibt. Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) hat sich in Richtung der niedrigen 40er zurückgezogen, was eher auf nachlassendes bullishes Momentum als auf einen klaren überverkauften Zustand hindeutet. Dies legt nahe, dass Erholungen wahrscheinlich auf Verkaufsdruck stoßen werden, solange der Kurs unter diesen gleitenden Durchschnitten gedeckelt bleibt.

Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand beim 50-Tage-EMA um 0,5867, gefolgt von einer weiteren Hürde beim kürzerfristigen 9-Tage-EMA nahe 0,5887, über dem ein Tagesschluss erforderlich wäre, um den aktuellen Abwärtsdruck zu mildern. Auf der Unterseite macht das Fehlen nahegelegener struktureller Kursniveaus das Paar anfällig für weitere Rückgänge, wobei das schwache RSI-Profil und der abkühlende Hintergrund des FXS Fed Sentiment Index das Risiko erneuter Verluste verstärken, falls es den Käufern nicht gelingt, die darüberliegenden EMA-Cluster zurückzuerobern.

Chart Analysis NZD/USD

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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