• Der neuseeländische Dollar zieht sich zurück, nachdem er sich nahe 0,6000 nicht halten konnte.
  • Die neuseeländischen Einzelhandelsumsätze fielen im zweiten Quartal um 0,5%, gegenüber den Erwartungen eines Anstiegs um 0,1%.
  • Neue US-Sanktionen gegen den Iran schüren die Risikoaversion und könnten die Nachfrage nach risikosensiblen Währungen begrenzen.

NZD/USD zieht sich am Montag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung auf rund 0,5960 zurück und liegt damit im Tagesverlauf um 0,25% im Minus, nachdem sich das Paar am Freitag der Marke von 0,6000 genähert hatte. Der neuseeländische Dollar (NZD) gibt nach der Veröffentlichung schwächer als erwarteter Daten zum inländischen Konsum nach, während die geopolitischen Spannungen rund um den Iran die vorsichtige Stimmung an den Märkten aufrechterhalten.

Die Einzelhandelsumsätze in Neuseeland sind im zweiten Quartal um 0,5% gesunken, während die Märkte mit einem Anstieg um 0,1% gerechnet hatten. Der Rückgang markiert die erste Kontraktion seit fast zwei Jahren und folgt auf einen Anstieg um 0,1% im Vorquartal, was darauf hindeutet, dass der private Konsum an Dynamik verliert.

Die Zahlen senden ein negatives Signal für die neuseeländische Wirtschaft und belasten den Kiwi, da eine schwächere Binnennachfrage die Argumente für eine weniger hawkische geldpolitische Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) stärken könnte.

Auf US-Seite richtet sich die Aufmerksamkeit auf Washingtons Außenpolitik. Es wird erwartet, dass das US-Finanzministerium am Montag den Umfang der Sekundärsanktionen ausweitet, die Länder und Unternehmen ins Visier nehmen könnten, die Geschäftsbeziehungen zum Iran unterhalten. Laut Reuters strebt die Regierung von US-Präsident Donald Trump an, den wirtschaftlichen Druck auf Teheran nach fast sechs Monaten Konflikt zu erhöhen, der die Straße von Hormus und die Energieexporte am Golf beeinträchtigt hat.

US-Finanzminister Scott Bessent wird die Maßnahmen am Montag erläutern und einen breiteren Überblick über die von der Trump-Regierung als "wirtschaftlicher D-Day" bezeichnete Kampagne des wirtschaftlichen Drucks geben. Die neuen Maßnahmen dürften es den USA ermöglichen, Aktivitäten in bestimmten iranischen Sektoren Sekundärsanktionen zu unterwerfen und betroffene Unternehmen mit dem Ausschluss aus dem auf dem US-Dollar (USD) basierenden Finanzsystem zu bedrohen.

Die Aussicht auf schärfere Sanktionen hält die geopolitische Unsicherheit und die Risikoaversion aufrecht, ein Umfeld, das für den neuseeländischen Dollar aufgrund seiner Sensibilität gegenüber der Anlegerstimmung in der Regel ungünstig ist.

Der US-Dollar steht dennoch auch selbst unter Gegenwind. Die Märkte bewerten weiterhin den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed), während Sorgen über die US-Schulden die Attraktivität des Greenback begrenzen. Diese Schwäche des US-Dollars könnte dazu beitragen, den Rückgang von NZD/USD trotz enttäuschender neuseeländischer Daten einzudämmen.

Kiwi-Zinspfad höher gesehen, aber NZD-Aufwärtspotenzial begrenzt, da eine Straffung der RBNZ bereits eingepreist ist

Brown Brothers Harriman weist darauf hin, dass die Märkte bereits fest auf eine weitere Straffung durch die RBNZ positioniert sind, wobei "die nächste geldpolitische Entscheidung der RBNZ, die auch eine neue geldpolitische Erklärung umfasst, am 2. September und eine aufeinanderfolgende Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 2,75 % praktisch vollständig eingepreist sind." Die Strategen fügen hinzu, dass "die Swaps-Kurve über die nächsten zwölf Monate eine Straffung um 75 Basispunkte auf 3,25 % impliziert. Das ist angesichts der über dem Ziel liegenden Inflation und eines Leitzinses nahe dem unteren Ende der neutralen Spanne der RBNZ (2,20 %-4,10 %) vernünftig." Sie warnen jedoch, dass "das Aufwärtspotenzial von NZD/USD dennoch begrenzt ist, da der Cross die Zinsdifferenzen bereits überholt hat," was darauf hindeutet, dass selbst eine anhaltend hawkishe Haltung der RBNZ möglicherweise nicht zu nennenswerten weiteren Gewinnen für den Kiwi führt.

NZD/USD technische Analyse

Chart Analysis NZD/USD


Im Stundenchart notiert NZD/USD bei 0,5960 und behält damit kurzfristig einen rückläufigen Ton bei, da das Paar unter einem fallenden Trendlinienwiderstand bei 0,5969 und der horizontalen Barriere bei 0,5989 bleibt. Das Paar handelt weiterhin über dem 100-Stunden-Simple Moving Average (SMA) bei 0,5938 und dem 200-Stunden-SMA bei 0,5908, was auf eine zugrunde liegende Nachfrage hindeutet, doch der jüngste Rücksetzer aus dem überkauften Bereich, wobei der Relative Strength Index (RSI) in Richtung 40 nachgibt, deutet auf nachlassendes Aufwärtsmomentum hin, während das Paar durch den nahen Widerstand gedeckelt bleibt.

Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim jüngsten Preisboden bei 0,5940, vor dem 100-Stunden-SMA bei 0,5938 und einem tieferen horizontalen Niveau bei 0,5925, während eine stärkere rückläufige Ausdehnung den 200-Stunden-SMA bei 0,5908 freilegen würde. Auf der Oberseite müssten die Bullen zunächst den fallenden Trendlinienwiderstand bei 0,5969 zurückerobern, wobei ein nachhaltiger Ausbruch anschließend den horizontalen Widerstand bei 0,5989 als nächste Hürde anvisieren würde.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

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