- NZD/USD pendelt nahe 0,5900 und fällt intraday um 0,40%, während der Greenback vor wichtigen makroökonomischen Ereignissen wieder Fuß fasst.
- Der US Dollar Index (DXY) erweitert die moderaten Gewinne in Richtung 98,20, obwohl das Aufwärtspotenzial angesichts fester Erwartungen an eine Zinssenkung der Fed im September begrenzt bleibt.
- Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich nun auf die RBNZ-Sitzung am Mittwoch, bei der eine Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 3,00% erwartet wird.
Der Neuseeland-Dollar (NZD) schwächt sich am Dienstag gegenüber dem US-Dollar (USD) ab, da sich die Händler vor wichtigen makroökonomischen Katalysatoren, einschließlich der Veröffentlichung der Protokolle der Juli-Sitzung der Federal Reserve (Fed) und des Jackson Hole Symposiums später in dieser Woche, neu positionieren. Der Greenback legt über alle Währungen hinweg zu, was den Kiwi vor der Zinsentscheidung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) am Mittwoch unter Druck setzt.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notiert NZD/USD nahe 0,5900, was dem schwächsten Niveau seit dem 6. August entspricht und einen Rückgang von etwa 0,40% für den Tag widerspiegelt. Während der US Dollar Index (DXY) während der amerikanischen Sitzung in Richtung 98,20 steigt, scheint das Aufwärtspotenzial begrenzt, da die Märkte eine nahezu sichere Zinssenkung um 25 Basispunkte durch die Federal Reserve in der September-Sitzung stark einpreisen.
RBNZ erwartet Zinssenkung des OCR auf 3,00%
Der Fokus der Anleger richtet sich nun ganz auf die geldpolitische Sitzung der RBNZ am Mittwoch, bei der eine Zinssenkung um 25 Basispunkte von 3,25% auf 3,00% allgemein erwartet wird. Laut einer Umfrage von Reuters, die zwischen dem 11. und 14. August durchgeführt wurde, prognostizieren 28 von 30 Ökonomen, dass die Zentralbank den Leitzins (OCR) von seinem aktuellen Niveau senken wird. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung liegt nun bei über 90%, was einen breiten Konsens widerspiegelt, dass die RBNZ bereit ist, zurückzukehren, um die Wirtschaft zu unterstützen.
Dies wäre die erste Senkung seit Anfang dieses Jahres, nachdem die RBNZ im Juli pausiert hatte, um die Auswirkungen früherer Lockerungsmaßnahmen zu bewerten. Allerdings haben die jüngsten makroökonomischen Entwicklungen wahrscheinlich das Gleichgewicht wieder in Richtung einer lockereren Politik verschoben.
- Die Arbeitslosigkeit stieg im zweiten Quartal auf 5,2%, den höchsten Stand seit 2021.
- Die Beschäftigung sank um 0,1%, während die Erwerbsquote auf 70,5% fiel, den niedrigsten Stand seit über drei Jahren.
- Unterdessen lag die jährliche CPI-Inflation im Juni bei 2,7%, was komfortabel im Zielbereich der RBNZ von 1-3% liegt.
Obwohl globale Unsicherheiten bestehen bleiben, einschließlich Handelskonflikten und angebotsseitigen Bedenken im Zusammenhang mit US-Zöllen, scheint die inländische Inflation auf einem kontrollierten Kurs zu sein. Der Chefökonom der RBNZ, Paul Conway, erkannte kürzlich an, dass Handelsstörungen die mittelfristige Inflation senken könnten, auch wenn sie drohen, den Konsum und die Unternehmensinvestitionen zu unterdrücken.
Was kommt als Nächstes? Markt gespalten über den zukünftigen Kurs
Während die erwartete Zinssenkung der RBNZ am Mittwoch nahezu sicher erscheint, bleibt der mittelfristige Verlauf des Zinssenkungspfades ungewiss. Marktanalysten sind in ihren Prognosen gespalten. Die ASB Bank und die Westpac Banking Corporation glauben, dass dieser Schritt in dieser Woche die letzte Senkung im aktuellen geldpolitischen Lockerungszyklus markieren wird. Im Gegensatz dazu erwartet die Bank of New Zealand (BNZ) eine weitere Zinssenkung, die den OCR bis Ende 2025 auf 2,75% senken würde. Unterdessen prognostizieren sowohl die Australia and New Zealand Banking Group (ANZ) als auch Kiwibank einen längeren Lockerungspfad, wobei der OCR möglicherweise bis 2026 auf bis zu 2,50% fallen könnte. Die mediane Markterwartung deutet auf eine weitere Zinssenkung um 25 Basispunkte im ersten Quartal 2026 hin.
Händler werden am Mittwoch die geldpolitische Erklärung und die Pressekonferenz der RBNZ genau beobachten, um Hinweise auf die zukünftige Zinsentwicklung zu erhalten. Später am Tag könnte die Veröffentlichung des Protokolls der Juli-Sitzung der Federal Reserve neue Einblicke in die US-Politik bieten. Ausblickend wird das Jackson Hole Symposium am Freitag im Mittelpunkt stehen, wobei die Äußerungen von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell voraussichtlich die globalen Zinserwartungen und die breitere Marktstimmung beeinflussen werden.
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