Hier ist eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Entwicklungen im Krieg im Nahen Osten, die sich am Wochenende ereignet haben und voraussichtlich in der kommenden Woche erhebliche Auswirkungen auf die Märkte haben werden.
- Die USA setzten ihre zweiwöchige Bombenkampagne gegen den Iran am späten Freitag aus, woraufhin Teheran seine Vergeltungsangriffe gegen die Verbündeten Washingtons im Nahen Osten für eine zweite Nacht aussetzte.
- Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte, dass die Streitkräfte zwar weiterhin in Alarmbereitschaft seien, Präsident Donald Trump den Verhandlungen jedoch etwas Spielraum geben wolle.
- Laut Reuters sagte ein hochrangiger iranischer Beamter, dass "Irans Position weiterhin ‚Angriff für Angriff‘ lautet: Wenn die Angriffe aufhören, wird Iran auch seine Operationen einstellen, und die Botschaft wurde bereits an die USA übermittelt."
- Schifffahrtsdaten zeigten, dass der Verkehr durch Bab al-Mandab am 26. Juli zurückging, nachdem die vom Iran unterstützten Houthi im Jemen saudische Ölanlagen entlang der Küste des Roten Meeres angegriffen hatten, während der Transit durch die Straße von Hormus über das Wochenende niedrig blieb.
- Eine weitere Front entstand im Kaspischen Meer, wo der Iran die Ukraine beschuldigte, ein iranisches Handelsschiff angegriffen zu haben.
Marktauswirkungen
Die Rohölpreise stürzten zum Wochenauftakt um über 5% ab, nachdem die jüngsten Entwicklungen rund um die Nahostkrise die Hoffnung auf Diplomatie zur Beendigung des Konflikts neu entfacht hatten. Darüber hinaus linderten die schwächeren Ölpreise die Inflationssorgen und dämpften die Wetten auf Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), wodurch der sichere Hafen US-Dollar (USD) von dem in der vergangenen Woche erneut getesteten Monatshoch weggezogen wurde.
Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.
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