September-Daten für Kupfer weisen zwar ein Defizit von 57.000 Tonnen aus, doch saisonbereinigt ergibt sich ein leichter Überschuss. Das deutet darauf hin, dass der Markt trotz jüngster Preisanstiege weiterhin gut versorgt ist, erklärt Thu Lan Nguyen, Leiterin FX- und Rohstoffresearch bei der Commerzbank.
„Die International Copper Study Group (ICSG) meldete für den Monat September ein Angebotsdefizit von 57.000 Tonnen. Saisonbereinigt ergibt sich jedoch ein Angebotsüberschuss von 17.000 Tonnen, der nahezu unverändert zum Vormonat ist. In den ersten drei Quartalen des Jahres belief sich der gesamte Angebotsüberschuss auf 94.000 Tonnen.“
„Dies zeigt, dass der Kupfermarkt insgesamt weiterhin gut versorgt ist. Allerdings lag der Überschuss im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt noch bei 310.000 Tonnen. Die Versorgungslage hat sich also tatsächlich verschlechtert.“
„Der Markt scheint diesen Trend bereits in die Zukunft fortgeschrieben und mit einem Übergang in ein Angebotsdefizit gerechnet zu haben, weshalb die Kupferpreise in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen sind. Solange die ICSG-Daten einen solchen Umschwung nicht klar bestätigen, raten wir jedoch zur Vorsicht bei der Erwartung weiterer kräftiger Preissteigerungen – zumindest kurzfristig.“
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