Kupfer ist über die Marke von 13.000 US-Dollar je Tonne gesprungen. Ein Streik in der chilenischen Mantoverde-Mine sowie Sorgen vor neuen US-Zöllen haben die Wahrnehmung eines knapper werdenden Angebots verschärft. Steigende Lagerbestände an der New Yorker COMEX und frühere, zollbedingte Preisaufschläge wecken erneut Befürchtungen über eine Kupferknappheit außerhalb des US-Marktes, erklärt die Rohstoffanalystin Barbara Lambrecht von Commerzbank.
US-Zollunsicherheit verschärft Lage am globalen Kupfermarkt
„Kupfer ist zudem kräftig um mehr als vier Prozent gestiegen und hat erstmals die Marke von 13.000 Dollar je Tonne überschritten. Zwei Faktoren treiben den Preis weiter nach oben. Erstens gibt es einen Streik in der Mantoverde-Mine in Chile, der nach Angaben der Gewerkschaft dank hoher finanzieller Rücklagen länger als zwei Monate dauern könnte. Die Mine steht für weniger als 0,5 Prozent der weltweiten Versorgung, und der Betreiber hofft, mit nicht streikenden Beschäftigten rund 30 Prozent der normalen Produktion aufrechterhalten zu können.“
„Der Streik wird jedoch als Zeichen dafür gewertet, dass hohe Preise die Spannungen zwischen Bergbauunternehmen und Beschäftigten verschärfen – mit der Möglichkeit weiterer Arbeitskämpfe an anderen Standorten. Zweitens wachsen die Sorgen über mögliche US-Zölle auf raffiniertes Kupfer. Nachdem diese im vergangenen Jahr zunächst ausgenommen waren, will die US-Regierung bis Ende Juni eine erneute Entscheidung treffen.“
„Bis zum vergangenen Sommer hatten Zollängste dazu geführt, dass an der New Yorker COMEX deutliche Aufschläge gegenüber der Londoner Metallbörse LME gezahlt wurden. Im Dezember zogen diese Prämien erneut deutlich an. Zwar sind sie zuletzt wieder zurückgegangen, doch die Kupferbestände an der COMEX steigen weiter kräftig und schüren die Sorge, dass das Metall andernorts knapp werden könnte.“
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