HSBC verweist darauf, dass das Wirtschaftswachstum Thailands im ersten Quartal 2026 die Erwartungen übertroffen hat. Ausschlaggebend seien starke Elektronikexporte sowie eine robuste Entwicklung bei privaten Investitionen und dem Konsum gewesen, gestützt durch KI-bezogene Aktivitäten und staatliche Konjunkturmaßnahmen. Gleichzeitig stünden Branchen außerhalb des KI-Sektors unter wachsendem Wettbewerbsdruck aus China. Zudem dürfte sich der Konsum abschwächen, sobald staatliche Zuschüsse auslaufen. Die Bank hebt daher ihre Wachstumsprognose für 2026 an, senkt jedoch ihre Erwartung für 2027 und rechnet mit einer Inflationsrate von unter 2 Prozent.
Kurzfristiger Rückenwind, mittelfristig Gegenwind
„Das Wachstum hat im ersten Quartal 2026 die Erwartungen übertroffen und sich trotz der Turbulenzen im Nahen Osten auf 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr beschleunigt. Besonders dynamisch entwickelten sich Sektoren und Branchen, die Teil der Lieferketten für Rechenzentren und Künstliche Intelligenz sind.“
„Die thailändischen Warenexporte stiegen im Jahresvergleich um 15,5 Prozent – der stärkste Zuwachs seit dem Exportboom während der Corona-Lockdowns. Der Großteil der positiven Entwicklung entfiel auf Elektronik. Thailand ist ein bedeutender Hersteller von Leiterplatten und Festplattenlaufwerken, zwei von zahlreichen Hardwarekomponenten, die für die komplexe Infrastruktur von Rechenzentren benötigt werden.“
„Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaft diesen Schwung dank der Fiskalpolitik beibehalten wird. Die Regierung hat ein Kreditprogramm über 400 Milliarden Baht (2,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts) beschlossen, von dem die Hälfte zur Finanzierung von Verbraucherzuschüssen eingesetzt werden soll.“
„Insgesamt haben sich die Wachstumsaussichten für 2026 verbessert, doch 2027 dürfte schwierig bleiben. Wir haben unsere Wachstumsprognose für 2027 jüngst auf 1,7 Prozent von zuvor 2,6 Prozent gesenkt.“
„Angesichts der Schwierigkeiten, höhere Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, erwarten wir zudem, dass die Inflationsrate bereits im zweiten Quartal 2027 wieder auf unter 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken wird.“
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