- Der kanadische Dollar scheint endlich an Schwung verloren zu haben.
- Wichtige kanadische CPI-Inflationszahlen werden diese Woche veröffentlicht, geplant für Dienstag.
- Ein weiterer Zinsschritt der BoC steht ebenfalls bevor, fällig am Mittwoch.
Der kanadische Dollar (CAD) scheint an Schwung verloren zu haben, unterbricht eine dreitägige Gewinnserie und gibt einige seiner neu gewonnenen Gewinne gegenüber dem US-Dollar (USD) wieder ab. Die meisten kurzfristigen Gewinne des Loonie gegenüber dem Greenback resultieren aus einer breiten Marktschwäche der USD-Zuflüsse, und nicht aus einer besonderen Stärke des CAD selbst.
Die Bank of Canada (BoC) steht bereit, diese Woche eine weitere Zinserhöhung bekannt zu geben, und die Märkte fragen sich, ob die BoC versuchen wird, noch eine Zinssenkung einzuschieben, bevor die Zölle beginnen, der Wirtschaft zuzusetzen. Der wichtige kanadische Consumer Price Index (CPI) für die Inflation, der ebenfalls diese Woche fällig ist, wird als nützlicher Indikator dafür dienen, welche Art von Zinsschritten die BoC in Betracht ziehen könnte.
Tägliche Marktbewegungen: Kanadischer Dollar beendet Aufwärtsbewegung, während Zinsschritt der BoC bevorsteht
- Der kanadische Dollar hat kürzliche Gewinne gegenüber dem Greenback reduziert und drückt USD/CAD zurück auf das Niveau von 1,3900.
- Die Überschrift der kanadischen CPI-Inflation wird am Dienstag voraussichtlich bei 2,6% im Jahresvergleich bleiben.
- Der letzte Zinsschritt der BoC ist für Mittwoch geplant.
- Die BoC wird allgemein erwartet, bis Ende des Jahres 50 Basispunkte an Zinssenkungen vorzunehmen.
- Die kanadischen Märkte werden die Woche am Freitag wegen des Osterfeiertags verkürzen.
Preisprognose für den kanadischen Dollar
Der kanadische Dollar nutzte kürzlich die breite Schwäche der Greenback-Zuflüsse voll aus und stieg um 3,1 % von Tief zu Hoch gegenüber dem US-Dollar, wodurch das USD/CAD-Paar auf Sechs-Monats-Tiefs unter 1,3850 gedrückt wurde. Das Momentum friert ein, während die Märkte sich auf wichtige Datenveröffentlichungen zubewegen, was USD/CAD dazu bringt, auf der unteren Seite des 200-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei etwa 1,4070 zu stagnieren.
USD/CAD Tages-Chart
Kanadischer Dollar FAQs
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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