• USD/JPY steigt, während der japanische Yen angesichts hoher Importkosten fällt.
  • Die Rendite der 10-jährigen JGB erreicht ein neues 30-Jahres-Hoch von 2,79 %.
  • Der US-Dollar bleibt stark, da die Märkte mehrere Zinserhöhungen der Fed in diesem Jahr einpreisen.

USD/JPY weitet seine Gewinne am zweiten Tag in Folge aus und handelt während der asiatischen Handelszeit am Montag um 161,70. Der japanische Yen (JPY) steckt in einem hochriskanten Tauziehen fest und gibt unter steigenden Importkosten nach, obwohl die Renditen 10-jähriger JGBs ein neues 30-Jahres-Hoch von 2,79% erreichen. Diese tiefe Marktspaltung hält die Händler in höchster Alarmbereitschaft für eine sofortige verbale Intervention aus Tokio.

Das Paar USD/JPY wertet auf, da der US-Dollar (USD) seine Position hält, gestützt durch Markterwartungen mehrerer Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) im weiteren Jahresverlauf. Dies geschieht trotz nachlassender globaler Inflationssorgen, die durch die Normalisierung der Ölströme durch die kritische Straße von Hormus begünstigt wurden.

Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Finanzmärkte eine Wahrscheinlichkeit von 77,3 % für Zinserhöhungen bis zum Jahresende einpreisen. Die Anleger blicken nun auf die Veröffentlichung des Protokolls der Fed-Sitzung im Juni am Mittwoch, um klarere Einblicke in den zukünftigen Zinsverlauf zu erhalten.

Aktuelle US-Arbeitsmarktdaten zwangen die Wall Street, ihre hawkische Einschätzung aggressiv zu überdenken. Der jüngste Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht zeigte, dass die US-Wirtschaft im letzten Monat lediglich 57.000 Stellen geschaffen hat und damit die Markterwartung von 110.000 deutlich verfehlte. Während die offizielle Arbeitslosenquote unerwartet von 4,3 % im Mai auf 4,2 % sank, signalisiert die dramatische Verlangsamung bei den Neueinstellungen stark, dass die Gesamtwirtschaft abkühlt.

Fed-Chef Kevin Warsh bekräftigte nachdrücklich das unabhängige Engagement der Zentralbank für ihr Preisstabilitätsziel von 2 %. Bemerkenswert ist auch, dass er anerkannte, dass sich die Inflationsrisiken und -erwartungen im vergangenen Monat endlich zu moderieren begonnen haben.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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Der US-Dollar kämpft am letzten Handelstag der Woche darum, gegenüber seinen wichtigsten Rivalen widerstandsfähig zu bleiben, da die Anleger den Zeitpunkt einer möglichen Zinserhöhung der Federal Reserve nach den enttäuschenden Arbeitsmarktdaten für Juni bewerten. Der Wirtschaftskalender wird keine Daten mit hoher Relevanz enthalten, und die Handelsaktivität wird voraussichtlich bis zum Wochenende gedämpft bleiben, da die Aktien- und Anleihemärkte in den Vereinigten Staaten wegen der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag geschlossen bleiben.

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