- USD/JPY kämpft um eine klare Richtung, da dem Greenback das Momentum fehlt und der Yen insgesamt schwach bleibt.
- Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran halten die Energiepreise auf erhöhtem Niveau und trüben den geldpolitischen Ausblick der Fed.
- Der japanische Yen bleibt trotz einer möglichen Zinserhöhung der Bank of Japan im September unter Druck.
USD/JPY setzt seine Seitwärtsbewegung am Dienstag unterhalb der psychologischen Marke von 160,00 fort, da der US-Dollar (USD) Mühe hat, an Fahrt zu gewinnen. Nachlassende Erwartungen an eine Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) bei der bevorstehenden Sitzung belasten den Greenback, auch wenn die Spannungen im Nahen Osten den geldpolitischen Ausblick ungewiss halten.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notiert das Paar nahe 159,60. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei rund 99,62, nachdem er sich von dem am Montag erreichten Zweimonatstief bei 99,30 erholt hatte.
Erhöhte langfristige Renditen von US-Staatsanleihen bieten dem Greenback etwas Unterstützung. Die Benchmark-Rendite 10-jähriger Anleihen stieg am Dienstag zeitweise in Richtung 4,75%, während die Rendite 30-jähriger Anleihen über 5,30% kletterte, den höchsten Stand seit 2007, bevor beide im US-Handel wieder zurückgingen. Der Anstieg der Renditen spiegelt wachsende Anlegerbedenken hinsichtlich hoher Staatsausgaben und anhaltender Inflation wider.
Dennoch deuten die jüngsten US-Wirtschaftsdaten auf eine nachlassende Inflation hin, was die Märkte dazu veranlasst hat, ihre Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed im September zurückzuschrauben. Allerdings halten erhöhte Ölpreise die Inflationsrisiken am Leben und hindern Händler daran, eine Zinserhöhung später in diesem Jahr vollständig auszuschließen.
Irans oberster Unterhändler, Mohammad Bagher Qalibaf, sagte am Dienstag laut Staatsmedien, die Straße von Hormus werde geschlossen bleiben, bis die USA die Bedingungen des Zwischenabkommens erfüllten. US-Präsident Donald Trump schrieb am Dienstag in einem Truth-Social-Beitrag, dass „keine Gespräche oder Unterhaltungen mit dem Iran stattfinden oder geplant sind.
Auf japanischer Seite bieten Erwartungen, dass die Bank of Japan (BoJ) die Zinsen bereits im September anheben könnte, dem japanischen Yen (JPY) nur wenig Unterstützung. Fiskalische Sorgen, die große Zinsdifferenz zwischen den Vereinigten Staaten und Japan sowie höhere Ölpreise belasten die japanische Währung weiterhin.
Händler bleiben jedoch vorsichtig, da eine weitere Intervention bevorstehen könnte, falls USD/JPY über 160,00 steigt. Das Risiko eines Eingreifens der japanischen Behörden begrenzt das Aufwärtspotenzial des Paares und hält die Kursbewegung weitgehend in einer Spanne.
Mit Blick nach vorn ist der Wirtschaftskalender sowohl in den USA als auch in Japan relativ dünn besetzt, wobei das FOMC-Protokoll am Mittwoch und der nationale japanische Verbraucherpreisindex (VPI) am Freitag anstehen.
Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.
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Das sollten Sie am Dienstag, den 18. August, im Blick behalten:
Die Finanzmärkte halten sich am frühen Dienstag angesichts der erneut eskalierenden Spannungen im Nahen Osten an einer vorsichtigen Haltung fest. In der zweiten Tageshälfte stehen im US-Wirtschaftskalender Daten zum Wohnungsmarkt sowie der Importpreisindex, der Exportpreisindex und die Zahlen zur Industrieproduktion für Juli an.