• Die jährliche VPI-Inflation in Deutschland ging im Februar auf 1,9% zurück
  • EUR/USD bleibt innerhalb seiner täglichen Spanne nahe 1,1800.

Die Inflation in Deutschland, gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI), ging im Februar auf Jahresbasis auf 1,9% zurück, gegenüber 2,1% im Januar, wie Destatis am Freitag in seiner Schnellschätzung berichtete. Dieser Wert lag unter den Markterwartungen von 2%.

Auf Monatsbasis stieg der VPI um 0,2% nach einem Anstieg von 0,1% im Januar.

Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der bevorzugte Inflationsindikator der Europäischen Zentralbank (EZB), stieg auf Monatsbasis um 0,4%. Der jährliche HVPI-Anstieg betrug in diesem Zeitraum 2%, was unter den Markterwartungen und dem Wert von 2,1% im Januar lag.

Marktreaktion

Diese Zahlen konnten keine spürbare Reaktion im EUR/USD auslösen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wurde das Paar nahezu unverändert bei 1,1800 gehandelt.

Inflation - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Inflation misst die Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen. Der Anstieg wird in der Regel als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat oder Vorquartal ausgewiesen. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Lebensmittel und Energie ausschließt, ist der Maßstab, an dem sich Zentralbanken orientieren, um Preisstabilität zu gewährleisten.

Der Verbraucherpreisindex (CPI) misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Er wird in der Regel als prozentuale Veränderung im Vergleich zum Vormonat (MoM) und zum Vorjahresmonat (YoY) ausgedrückt. Der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, steht im Fokus der Zentralbanken. Wenn der Kern-CPI über 2 % steigt, führt dies in der Regel zu Zinserhöhungen, und umgekehrt, wenn er unter 2 % fällt. Höhere Zinssätze sind in der Regel positiv für eine Währung, da sie zu Kapitalzuflüssen führen.

Entgegen der Intuition kann hohe Inflation den Wert einer Währung steigern, da Zentralbanken in der Regel die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Dies lockt internationale Investoren an, die von höheren Renditen profitieren möchten.

Gold galt lange als sicherer Hafen in Zeiten hoher Inflation, da es seinen Wert behielt. In jüngerer Zeit hat sich dies jedoch verändert. Zwar wird Gold in Krisenzeiten nach wie vor als sicherer Hafen genutzt, doch hohe Inflation führt oft dazu, dass Zentralbanken die Zinssätze anheben. Dies belastet Gold, da höhere Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold im Vergleich zu zinsbringenden Anlagen erhöhen. Niedrigere Zinsen hingegen machen Gold wieder attraktiver.

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