• Die Indische Rupie steigt gegenüber dem US-Dollar nach der Finalisierung des US-Iran-Abkommens stark an.
  • Sinkende Ölpreise aufgrund der Wiedereröffnung der Straße von Hormus, wie aus dem Beitrag von US-Präsident Trump hervorgeht.
  • Der Verkaufsdruck ausländischer Investoren am indischen Aktienmarkt hat sich in den letzten zwei Handelstagen verlangsamt.

Die Indische Rupie (INR) handelt in den Nachmittagsstunden Indiens am Montag stark gegenüber dem US-Dollar (USD). Das Paar USD/INR fällt auf nahe 94,60, da die Ölpreise nach der Ankündigung, dass die Vereinigten Staaten (US) und Iran ein dauerhaftes Friedensabkommen erreicht haben, stark eingebrochen sind.

In den Eröffnungsstunden des Handels in Indien ist der MCX-Rohölkontrakt mit Fälligkeit am 18. Juni um 5,5 % auf nahe 7.630 gefallen, dem niedrigsten Stand seit fast zwei Wochen.

Die Attraktivität von Währungen aus Volkswirtschaften wie Indien, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, verbessert sich erheblich, wenn die Ölpreise wie ein Kartenhaus zusammenbrechen.

USA und Iran finalisieren Absichtserklärung, Trump kündigt Wiedereröffnung von Hormus an

Am Sonntag bestätigten sowohl die USA als auch der Iran, dass sie ein Memorandum of Understanding (MoU) finalisiert haben.

Der Oberste Nationale Sicherheitsrat Irans bestätigte am Sonntag, dass Teheran ein MoU abgeschlossen habe und alle militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich Libanon, „sofort und dauerhaft“ eingestellt würden, berichtete CNBC.

US-Präsident Donald Trump schrieb zudem in einem Beitrag auf Truth Social: „Hiermit erteile ich die volle Genehmigung zur gebührenfreien Öffnung der Straße von Hormus und gleichzeitig die sofortige Aufhebung der US-Blockade der Marine.“

Unterdessen erklärte Pakistans Premierminister (PM) Shehbaz Sharif in einem Beitrag auf X, ehemals bekannt als Twitter, dass das finalisierte MoU zwischen den USA und dem Iran am 19. Juni in der Schweiz unterzeichnet wird.

Verkäufe von FIIs bleiben in den letzten zwei Handelstagen geringer

Obwohl ausländische institutionelle Investoren (Foreign Institutional Investors, FIIs) im Juni bisher an allen Handelstagen Nettoverkäufer waren, ist in den letzten zwei Handelstagen eine Verlangsamung des Verkaufsdrucks zu beobachten. In diesem Monat haben die FIIs Anteile im Wert von 46.430,42 Crore Rupien abgestoßen, was einem durchschnittlichen Verkauf von 4.643 Crore Rupien an 10 Handelstagen entspricht. In den letzten zwei Handelstagen lag der durchschnittliche Verkauf durch ausländische Investoren bei 1.534,63 Crore Rupien.

Indiens WPI-Inflation steigt stark an

Auf der heimischen Front sind die Inflationsdaten des Wholesale Price Index (WPI) Indiens für Mai mit 9,68 % im Jahresvergleich (YoY) deutlich höher ausgefallen als die Schätzungen von 9,1 % und der Wert von April mit 8,3 %.

Theoretisch erhöht eine höhere Inflation auf Fabrikebene die Erwartungen an Zinserhöhungen der Reserve Bank of India (RBI) in naher Zukunft. Die Auswirkungen werden jedoch voraussichtlich begrenzt sein, da die Ölpreise zu fallen begonnen haben, ein Szenario, das die Inflationserwartungen verankert.

Technische Analyse: USD/INR stabilisiert sich unter dem 20-Tage-EMA

USD/INR fällt am Montag auf etwa 94,60. Die kurzfristige Tendenz des Paares wird bärisch, da es sich auf der Unterseite weiter vom 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 95,33 entfernt.

Der Rückgang des Paares weg von dieser dynamischen Barriere hält den kurzfristigen Trend unter Druck, während der Relative Strength Index (RSI) nahe 42 nach unten tendiert, was darauf hindeutet, dass Verkäufer die Kontrolle behalten, obwohl das Paar noch nicht in den überverkauften Bereich eingetreten ist.

Auf der Oberseite ist der erste Widerstand durch den 20-Tage-EMA bei 95,33 definiert, wo ein nachhaltiger Ausbruch nach oben erforderlich wäre, um den aktuellen Abwärtsdruck zu verringern und den Weg für eine tiefere Korrekturbewegung in Richtung 96,00 zu öffnen. Nach unten könnte das Paar auf das Tief vom 7. Mai bei 94,03 fallen, wenn es unter das Tief vom 29. Mai bei 94,46 fällt.

(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

Indische Rupie - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.

Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.

Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.

Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.

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