Die OPEC-Produktionserhebungen von Reuters und Bloomberg wiesen für März erneut eine erhebliche Diskrepanz auf, stellt Carsten Fritsch, Rohstoffanalyst der Commerzbank, fest.
VAE und Irak im Zentrum der Diskrepanz
„Laut Reuters lag die Ölproduktion der neun an Förderziele gebundenen Länder (OPEC-9) bei gut 21,2 Millionen Barrel pro Tag und damit im Rahmen der vereinbarten Fördermenge. Bloomberg hingegen weist eine deutlich höhere OPEC-9-Produktion von 21,8 Mio. Barrel pro Tag aus.“
„Die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak weisen erneut besonders große Abweichungen auf. Während beide Länder in der Reuters-Umfrage die Produktionsziele erreichten, sofern man die kompensierenden Kürzungen im Irak nicht berücksichtigt, kam es in der Bloomberg-Umfrage zu einer erheblichen Überproduktion.“
„Da Bloomberg auch für den Iran und Venezuela eine höhere Produktion ausweist als Reuters, beträgt der Unterschied in der Gesamtproduktion der OPEC zwischen den beiden Erhebungen bis zu 800 000 Barrel pro Tag. Das macht es schwierig zu sagen, wie hoch die OPEC-Produktion und die Einhaltung der Produktionsziele vor Beginn der Produktionssteigerungen waren.“
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