• Goldkäufer übernehmen wieder die Kontrolle, während sich die Risikoaversion über die Finanzmärkte ausbreitet.
  • US-Dollar und Treasury-Renditen fallen, da Händler auf tiefere Zinssenkungen der Fed setzen.
  • Händler bereiten sich auf eine entscheidende US-Datenwoche vor, in der BIP, Kern-PCE und NFP im Fokus stehen.

Der Goldpreis setzt am Montag seinen Aufwärtstrend fort, nachdem er einige seiner früheren Verluste ausgeglichen hat, die das Edelmetall auf ein Tages-Tief von 3.268 $ drückten. Eine Stimmungsänderung auf dem Markt hob die Stimmung der Käufer von Bullion und trieb XAU/USD um 0,55 % nach oben, sodass es bei 3.338 $ gehandelt wird.

Die Risikobereitschaft hat sich verschlechtert, da die Wall Street ihre früheren Gewinne aufgrund von Bedenken der Händler über den Handelskrieg wieder abgegeben hat. Die Anleger warten auch auf eine entscheidende Woche für große Technologieunternehmen, die ihre Ergebnisse bekanntgeben, darunter Microsoft, Apple, Meta und Amazon. Während die Anleger Sicherheit suchten, kauften sie weiterhin Gold anstelle von US-Dollar.

Daher fiel der US-Dollar-Index (DXY), der die Leistung der amerikanischen Währung gegenüber einem Korb von sechs anderen Währungen verfolgt, um 0,36 % auf 99,22. Auch die US-Treasury-Renditen fallen, was darauf hindeutet, dass die Marktteilnehmer besorgt über eine Rezession in den USA sind, da Händler mit 91 Basispunkten an Erleichterung durch die Federal Reserve (Fed) rechnen, so die Daten des Prime Market Terminal.

Quelle: Prime Market Terminal

Was die Handelsgespräche betrifft, so sagte US-Präsident Donald Trump, dass es Fortschritte mit China gebe, während Peking bestritt, dass Handelsgespräche stattfinden.

In dieser Woche zielen die Händler auf die Veröffentlichung von US-Wirtschaftsdaten ab – hauptsächlich harte Daten, einschließlich der Bruttoinlandsprodukt (BIP)-Zahlen für das 1. Quartal 2025, des Kern-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) und der Nonfarm-Payroll-Zahlen.

Tägliche Marktbewegungen: Goldpreis steigt, gestützt durch fallende US-Renditen

  • Die Rendite der US 10-jährigen Staatsanleihe ist um drei Basispunkte gefallen und liegt bei 4,224 %.
  • Die realen US-Renditen sind um drei Basispunkte auf 1,954 % gefallen, wie die Renditen der inflationsgeschützten US 10-jährigen Staatsanleihen zeigen.
  • Am Dienstag wird der US-Kalender den neuesten JOLTS-Bericht für März enthalten, in dem Händler erwarten, dass die offenen Stellen von 7,568 Millionen auf 7,5 Millionen sinken.
  • Der US Conference Board (CB) wird auch die Verbrauchervertrauenszahlen veröffentlichen, die voraussichtlich von 92,9 auf 87 sinken werden.
  • Die Risiken, dass die globale Wirtschaft in eine Rezession abrutscht, nehmen zu, wie eine Umfrage von Reuters zeigt.

XAU/USD technische Perspektive: Gold ist bullisch und bereit, 3.400 $ zu testen

Der Aufwärtstrend des Edelmetalls bleibt intakt, obwohl es den Käufern nicht gelungen ist, die Preise über das vorherige Tageshoch zu drücken, was auf die Präsenz der Käufer hinweist. Allerdings fehlte es den Verkäufern auch an der Stärke, Gold unter 3.300 $ zu drücken, was Druck auf XAU/USD ausüben und die Kassapreise in Richtung 3.200 $ treiben könnte.

Andererseits, solange Gold über 3.300 $ bleibt, wäre der nächste wichtige Widerstand das Hoch vom letzten Freitag bei 3.370 $. Wenn dieser überwunden wird, wird die nächste Widerstandsmarke bei 3.400 $ liegen, gefolgt von 3.450 $.

Gold FAQs

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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