- Der Goldpreis fällt am Montag in der frühen asiatischen Sitzung auf etwa 3.320 USD.
- Starke US-Arbeitsmarktdaten für Juni belasten den Goldpreis, da die Chancen auf eine Zinssenkung der Fed sinken.
- Geopolitische Risiken im Nahen Osten und erneute Handels Spannungen könnten den Abwärtstrend des Goldpreises begrenzen.
Der Goldpreis (XAU/USD) zieht am Montag in der frühen asiatischen Sitzung einige Verkäufer zu etwa 3.320 USD an. Das Edelmetall fällt, da der US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht für Juni die Erwartungen an die Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) verändert hat. Händler bereiten sich auf die Protokolle des Offenmarktausschusses (FOMC) am Mittwoch vor, um neue Impulse zu erhalten.
Die US-NFP-Daten fielen stärker als erwartet aus und stiegen im Juni um 147.000 Arbeitsplätze, nach 144.000 im Mai (revidiert von 139.000). Darüber hinaus blieb die Arbeitslosenquote im Juni stabil bei 4,1 %. Diese Berichte deuteten auf eine anhaltende Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes hin, was die Möglichkeit einer kurzfristigen geldpolitischen Lockerung der Fed verringert. Dies stützt wiederum den US-Dollar (USD) und übt Verkaufsdruck auf zinslose Anlagen wie Gold aus.
Andererseits könnte der potenzielle Abwärtstrend des gelben Metalls angesichts der erneuten geopolitischen Spannungen im Nahen Osten begrenzt sein. Israel erklärte am späten Sonntag, dass das Militär des Landes Houthi-Ziele an drei Häfen und einem Kraftwerk im Jemen angegriffen habe. Verteidigungsminister Israel Katz bestätigte den Angriff und sagte, sie seien aufgrund wiederholter Angriffe der vom Iran unterstützten Rebellen auf Israel durchgeführt worden. Jede Anzeichen einer Eskalation könnten die Zuflüsse in sichere Anlagen erhöhen und den Goldpreis begünstigen.
Goldhändler werden die Entwicklungen rund um die Zollpolitik genau beobachten. CBBC berichtete am Sonntag, dass US-Finanzminister Scott Bessent sagte, dass US-Präsident Donald Trump Briefe an einige Handelspartner senden wird, in denen steht, dass die Zölle am 1. August auf das Niveau vom 2. April zurückkehren werden, wenn es keine Fortschritte im Handelsabkommen gibt. Erneute Handels Spannungen könnten den Goldpreis kurzfristig anheben.
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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