- Der Goldpreis driftet am Dienstag in der frühen asiatischen Sitzung auf etwa 4.670 USD nach oben.
- Trump kündigte neue Zölle gegen acht europäische Länder an, was die Zuflüsse in sichere Anlagen ankurbelte.
- Analysten erwarten eine Pause bei der kommenden Fed-Sitzung.
Der Goldpreis (XAU/USD) steigt am Dienstag in der frühen asiatischen Sitzung auf fast 4.670 USD. Das Edelmetall steht kurz davor, ein neues Rekordhoch zu erreichen, da Händler in sichere Anlagen strömen, angesichts eines anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Ausblicks.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, dass er neue Zölle auf Waren aus acht europäischen Ländern erheben werde, die seinen Plan zur Übernahme Grönlands ablehnen. Zu den betroffenen Ländern gehören Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Finnland und das Vereinigte Königreich (UK).
Die Ankündigung schürte Bedenken über einen umfassenderen Handelskrieg und stärkte traditionelle sichere Anlagen wie Gold. Unterdessen haben Berichte nahegelegt, dass die Europäische Union (EU) in Erwägung zieht, mit einem Paket von 93 Milliarden Euro an Zöllen auf US-Importe zu reagieren.
"Gold hat auf seinem glanzvollen Aufstieg neue Rekordhöhen erreicht," sagte Susannah Streeter, Chief Investment Strategist bei Wealth Club. "Das Edelmetall hat als sichere Anlage noch mehr Anziehungskraft, da sich die Sorgen über die Auswirkungen der aggressiven Handels- und Geopolitik der USA ausbreiten."
Die meisten Analysten erwarten, dass die US-Notenbank (Fed) ihre geldpolitische Lockerungskampagne später in diesem Monat pausieren wird, da sich die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt stabilisieren. Laut dem CME FedWatch-Tool wird derzeit eine Wahrscheinlichkeit von fast 5 % für eine Zinssenkung der Fed bei der Sitzung im Januar eingepreist.
Analysten von Morgan Stanley haben ihre Prognose für 2026 aktualisiert und rechnen mit einer Zinssenkung im Juni und einer weiteren im September, anstelle von Januar und April. Die Auffassung, dass die US-Notenbank die Zinssätze länger hoch halten kann, stützt im Allgemeinen den US-Dollar (USD) und belastet nicht zinsbringende Anlagen wie Gold.
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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Das sollten Sie am Dienstag, den 20. Januar, im Blick behalten:
Am Wochenende kündigte der US-Präsident Donald Trump Zölle von 10 % auf alle Waren aus acht europäischen Ländern im Rahmen seines Plans zur Übernahme Grönlands an. Infolgedessen dominierten Risikoaversion die Finanzmärkte. Währenddessen blieben die US-Aktien- und Anleihemärkte am Montag wegen des Martin Luther King Jr. Day geschlossen.