• Der Goldpreis springt auf fast 4.080 USD angesichts fester dovisher Erwartungen der Fed.
  • Ein leichter Rückgang des US-Dollars, nachdem der Senat das Finanzierungsprogramm genehmigt hat, hat die Attraktivität des Goldpreises verbessert.
  • Der Goldpreis erholt sich, nachdem er Gebote in der Nähe des 20-Tage-EMA angezogen hat.

Der Goldpreis (XAU/USD) notiert während der europäischen Handelszeit am Montag um 2 % höher bei fast 4.080 USD. Das gelbe Metall stärkt sich angesichts stabiler Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen im Dezember erneut senken wird.

Laut dem CME FedWatch-Tool besteht eine 64,6%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen um 25 Basispunkte (bps) auf 3,50%-3,75% senken wird. Dies wird die dritte Zinssenkung der Fed in Folge sein.

Sinkende Zinssätze der Fed sind positiv für renditeschwache Anlagen wie Gold.

In der Zwischenzeit unterstützt ein marginaler Verkaufsdruck im US-Dollar (USD) ebenfalls den Goldpreis. Technisch gesehen macht ein schwächerer US-Dollar den Goldpreis zu einer attraktiven Wette für Investoren. Zum Zeitpunkt der Presse war der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen verfolgt, gedämpft bei etwa 99,55.

Der US-Dollar steht leicht unter Druck, da die Marktstimmung sich zugunsten riskanter Anlagen wendet, nachdem der US-Senat das Übergangsfinanzierungsgesetz zur Wiedereröffnung der Bundesbehörden genehmigt hat.

Technische Analyse von Gold

Der Goldpreis zieht Gebote an, nachdem er sich in der Nähe des 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitts (EMA) auf etwa 3.981,00 USD korrigiert hat. Der 14-tägige Relative Strength Index (RSI) bewegt sich im Bereich von 40,00-60,00, was darauf hindeutet, dass der breitere Trend seitwärts verläuft.

Nach unten wird das Hoch vom 28. Oktober in der Nähe von 3.888,62 USD als wichtige Unterstützung für den Goldpreis fungieren. Auf der Oberseite wird das Allzeithoch in der Nähe von 4.380 USD der wesentliche Widerstand sein.

Gold Tages-Chart

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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