• Der Goldpreis konsolidiert sich um 3.340 USD, während die Anleger auf ein Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem russischen Führer Putin warten.
  • US-Trump deutete an, dass Russlands Putin möglicherweise zustimmen könnte, den Krieg in der Ukraine zu beenden.
  • Händler bleiben zuversichtlich, dass die Fed die Zinssätze im September senken wird.

Der Goldpreis (XAU/USD) wird während der europäischen Handelszeit am Freitag vorsichtig um 3.340 USD gehandelt. Das Edelmetall bewegt sich in einer begrenzten Spanne, während die Anleger auf das Ergebnis des Treffens zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem russischen Führer Wladimir Putin warten, das für Freitag in Alaska angesetzt ist.

Die Anleger werden dem Treffen zwischen Trump und Putin besondere Aufmerksamkeit schenken, da beide die Beendigung des Krieges in der Ukraine besprechen werden. Theoretisch belasten die geopolitischen Spannungen die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie Gold.

Die Äußerungen von US-Präsident Trump in einem Interview mit Fox News zeigten Vertrauen, dass der russische Führer Putin zustimmen würde, den Krieg in der Ukraine zu beenden. „Ich denke, er wird einen Deal machen“, sagte Trump und fügte hinzu, dass er dann den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und seine europäischen Verbündeten anrufen würde, um ein Treffen für weitere Gespräche zu vereinbaren.

In der Zwischenzeit unterstützen die festen Markterwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinssätze in der September-Sitzung senken wird, weiterhin den Goldpreis. Laut dem CME FedWatch-Tool liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinssätze im September senkt, bei 92,6 %.

Das Szenario niedrigerer Zinssätze durch die Fed ist positiv für unverzinsliche Anlagen wie Gold.

Die Erwartungen der Fed hinsichtlich einer Zinssenkung sind nach wie vor gut, auch wenn der Bericht über den US-amerikanischen Erzeugerpreisindex (EPI) für Juli signalisiert, dass die Unternehmen begonnen haben, die Auswirkungen der Zölle an die Verbraucher weiterzugeben. Sowohl der Gesamt-EPI als auch der Kern-EPI stiegen im Monatsvergleich um 0,9 %.

Technische Analyse von Gold

Der Goldpreis wird in einem symmetrischen Dreieck gehandelt, was auf eine starke Volatilitätskontraktion hinweist. Die obere Grenze des oben genannten Chartmusters ist vom Hoch vom 22. April bei etwa 3.500 USD abgeleitet, während die untere Grenze vom Tief vom 15. Mai nahe 3.180,86 USD stammt.

Das gelbe Metall schwankt nahe dem 20-Tage exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei etwa 3.351,00 USD, was auf einen Seitwärtstrend hinweist.

Der 14-tägige Relative-Stärke-Index (RSI) oszilliert im Bereich von 40,00 bis 60,00 und deutet auf Unentschlossenheit unter den Marktteilnehmern hin.

Wenn der Goldpreis unter das Tief vom 29. Mai bei 3.245 USD fällt, würde er in Richtung der runden Unterstützung von 3.200 USD und dem Tief vom 15. Mai bei 3.121 USD fallen.

Alternativ wird der Goldpreis in unbekanntes Terrain eintreten, wenn er entscheidend über die psychologische Marke von 3.500 USD ausbricht. Mögliche Widerstände wären 3.550 USD und 3.600 USD.

Gold Tages-Chart

 


Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.


 

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Händler werden weitere Hinweise aus dem wöchentlichen US-Bericht über die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ziehen, der später am Donnerstag veröffentlicht wird. Auch Fed-Vertreter werden zu Wort kommen, darunter Raphael Bostic, Michael Barr, Thomas Barkin und Jeff Schmid.

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