• Der Goldpreis fällt auf 3.245 USD in der frühen asiatischen Sitzung am Mittwoch. 
  • Die verbesserte Risikobereitschaft nach der Senkung der Zolltarife zwischen den USA und China belastet den Goldpreis. 
  • Steigende Spannungen und Unsicherheit könnten helfen, die Verluste des Goldes zu begrenzen. 

Der Goldpreis (XAU/USD) handelt in negativem Terrain bei etwa 3.245 USD während der frühen asiatischen Sitzung am Mittwoch. Die verbesserte Risikobereitschaft an den Finanzmärkten aufgrund eines Zollabkommens zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und China belastet das gelbe Metall, ein sicherer Hafen. Händler werden sich später am Mittwoch auf die Äußerungen der Fed konzentrieren. 

Die USA und China, die beiden größten Volkswirtschaften der Welt, haben sich nach zwei Tagen Verhandlungen in Genf, Schweiz, darauf geeinigt, die Zölle aufeinander zu senken. Die USA senkten die Zölle auf chinesische Importe von 145 % auf 30 %, während China die Zölle auf US-Importe von 125 % auf 10 % reduzierte. Diese positiven Entwicklungen stärken die Marktstimmung und belasten das Edelmetall. 

Zusätzlich belasteten die nachlassenden Spannungen zwischen Indien und Pakistan den Goldpreis. Der Waffenstillstand blieb in Jammu und Kaschmir sowie in den Grenzstädten über Nacht intakt, nachdem Indiens Premierminister Narendra Modi eine klare Botschaft an Terroristen und Pakistan gesendet hatte. Modi sagte am Montag, dass Indien keine "nukleare Erpressung" tolerieren werde. Er fügte hinzu, dass die Operationen gegen Pakistan nur pausiert wurden und die Zukunft von deren Verhalten abhängt.

"Gold und Silber erlebten zu Beginn der neuen Woche einen starken Verkaufsdruck im Zuge eines Handelsabkommens zwischen den USA und China in der Schweiz. Der Dollar-Index und die US-Anleiherenditen stiegen nach der Bekanntgabe der Handelsabkommen. Der Indo-Pak-Waffenstillstand am Wochenende verringert ebenfalls die sichere Nachfrage nach Edelmetallen," bemerkte Manoj Kumar Jain von Prithvifinmart Commodity Research.

Dennoch könnten jegliche Anzeichen einer Eskalation zwischen Indien und Pakistan sowie die wirtschaftliche Unsicherheit, die durch die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump ausgelöst wird, die Zuflüsse in sichere Häfen erhöhen und den Goldpreis begünstigen.

Gold FAQs

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.



 

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