- Der Goldpreis springt während der asiatischen Sitzung am Mittwoch auf ein Allzeithoch nahe 5.220 USD.
- Trump sagte, er sei über den jüngsten Rückgang des US-Dollars nicht besorgt.
- Es wird erwartet, dass die Fed den Leitzins bei ihrer Sitzung im Januar am Mittwoch unverändert lässt.
Der Goldpreis (XAU/USD) steigt während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch auf ein neues Rekordhoch von etwa 5.220 USD. Das Edelmetall setzt seinen Aufwärtstrend angesichts eines schwächeren US-Dollars (USD), anhaltender geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheit fort. Händler bereiten sich auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve (Fed) später am Mittwoch vor, um neuen Schwung zu erhalten.
US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, dass der Wert des USD groß sei, als er gefragt wurde, ob er denke, dass er zu stark gefallen sei. Seine Bemerkungen drückten den US-Dollar-Index (DXY) auf den niedrigsten Stand seit Februar 2022. Dies bietet wiederum etwas Unterstützung für die in USD denominierten Rohstoffpreise, wie Gold.
Darüber hinaus suchen Händler Schutz vor globaler Instabilität und Bedrohungen durch Handelskriege, was die Nachfrage nach sicheren Anlagen erhöht. Anfang Januar hatte Trump gedroht, die Kontrolle über Grönland zu übernehmen, mehr Zölle auf europäische Länder zu erheben, eine strafrechtliche Anklage gegen Fed-Chef Jerome Powell zu erheben und eine Operation zur Festnahme des Präsidenten von Venezuela zu überwachen. Am Samstag drohte er, 100% Zölle auf kanadische Waren zu erheben, wenn das Land einen Handelsvertrag mit China abschließen sollte.
Die US-Zentralbank wird allgemein erwartet, den Leitzins in der aktuellen Spanne von 3,50% bis 3,75% zu belassen. Die Pause würde nach drei aufeinanderfolgenden Zinssenkungen der Fed Ende letzten Jahres erfolgen. Händler werden die Bemerkungen von Fed-Chef Jerome Powell auf der Pressekonferenz genau beobachten, um weitere Hinweise zur zukünftigen Geldpolitik zu erhalten. Hawkische Kommentare von Fed-Beamten könnten helfen, die Verluste des USD zu begrenzen und den Goldpreis kurzfristig zu belasten.
Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.
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Das sollten Sie am Mittwoch, den 28. Januar, im Blick behalten:
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