• Der Goldpreis erholt sich auf etwa 3.115 $ in der späten amerikanischen Sitzung am Donnerstag. 
  • Die erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit unterstützt die Nachfrage nach sicheren Anlagen und stützt den Goldpreis. 
  • Händler warten auf die US-Arbeitsmarktdaten für März, die später am Freitag veröffentlicht werden. 

Der Goldpreis (XAU/USD) erholte sich im späten US-Handel am Donnerstag von einigen Verlustpunkten und notierte bei rund 3.115 $, nachdem er am Vortag einige Gewinnmitnahmen verzeichnet hatte. Wachsende Sorgen über einen globalen Handelskrieg und anhaltende geopolitische Risiken treiben den Goldpreis, der traditionell als sicherer Hafen gilt, in die Höhe.

Das Edelmetall grenzt seine Verluste ein, nachdem es von einem Allzeithoch um mehr als 2 % gefallen war, da ein breiterer Marktrückgang, ausgelöst durch die von US-Präsident Donald Trump verhängten Gegenzölle, die Goldhändler belastete. Händler führten den Rückgang des Goldpreises auf Gewinnmitnahmen zurück und darauf, dass Anleger einen Teil ihrer Goldbestände verkauften, um Verluste in anderen Anlageklassen auszugleichen.

Angesichts der Befürchtungen, dass Trumps Zölle das Wirtschaftswachstum dämpfen könnten, könnte sich der Rückgang des gelben Metalls jedoch in Grenzen halten. Die erhöhte Unsicherheit könnte die Zuflüsse in sichere Anlagen ankurbeln, was dem Goldpreis zugute käme. "Als der Markt aufgrund des Schuldendrucks verkauft wurde, suchte der Markt nach Kaufgelegenheiten, als der Preis fiel", sagte Peter Grant, Vizepräsident und leitender Metallstratege bei Zaner Metals.


Alle Augen werden am Freitag auf die US-Arbeitsmarktdaten für März gerichtet sein, einschließlich der Nonfarm Payrolls (NFP), der Arbeitslosenquote und der durchschnittlichen Stundenlöhne. Sollte das Ergebnis stärker als erwartet ausfallen, könnte dies den Greenback stärken und den Aufwärtstrend des in USD denominierten Rohstoffpreises begrenzen. Darüber hinaus werden die Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, Michael Barr und Christopher Waller, später am selben Tag sprechen. 

Gold FAQs

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

 

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