• Der Goldpreis springt auf fast 5.200 USD aufgrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie der Unsicherheit über die Aussichten der US-Handelspolitik.
  • US-Präsident Trump warnt vor militärischen Maßnahmen, falls Teheran das Abkommen ablehnt.
  • Das Urteil des US-Obersten Gerichtshofs gegen Trumps Zölle hat die Handelspolitik auf den Kopf gestellt.

Der Goldpreis (XAU/USD) notiert während der europäischen Handelszeit am Mittwoch um 0,6% höher bei fast 5.200 USD. Das Edelmetall gewinnt, da die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran über Teherans Absichten, nukleare Infrastruktur zu bauen, sowie die Unsicherheit über die Handelspolitik Washingtons die Nachfrage nach sicheren Anlagen erhöht haben.

Sichere Anlagen wie Gold schneiden in einem sich verschlechternden geopolitischen Umfeld besser ab.

Unterdessen warten die Anleger auf die nuklearen Gespräche zwischen den USA und dem Iran, die für Donnerstag angesetzt sind, um Hinweise darauf zu erhalten, wie sich die Situation im Nahen Osten entwickeln wird. Vor dem Treffen hat US-Präsident Donald Trump auch vor militärischen Maßnahmen in Teheran gewarnt, falls das Land seine Pläne für das Atomprogramm nicht aufgibt. Trump drohte Teheran in einem Post auf Truth.Social am Montag, dass es ein sehr schlechter Tag für das Land und seine Menschen sein wird, wenn sie kein Abkommen erreichen.

In den USA hat das Urteil des Obersten Gerichtshofs (SC) gegen zusätzliche Zölle, die von Washington verhängt wurden, die Handelspolitik auf den Kopf gestellt. Am Freitag beschuldigte der SC Präsident Donald Trump, seine Befugnisse überschritten zu haben, um seine Zollagenda durch die Berufung auf wirtschaftliche Notstandsbefugnisse zu unterstützen.

Obwohl US-Präsident Trump 10% globale Zölle angekündigt hat, um das Urteil des SC auszugleichen, das auf 15% erhöht werden könnte, und er auch vor höheren Zöllen gewarnt hat, falls Länder Handelsabkommen nicht einhalten, befürchten die Anleger weiterhin, dass Nationen eine Überarbeitung der Abkommen verlangen könnten.

Technische Analyse von Gold

XAU/USD notiert um fast 5.200 USD, Stand jetzt. Die kurzfristige Tendenz ist bullish, da der Preis die steigende Unterstützungstrendlinie von etwa 4.400 USD respektiert und gut über dem 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei etwa 5.010 USD bleibt. Die Abfolge höherer Tiefs entlang dieser Trendlinie hält den Aufwärtstrend trotz der jüngsten Volatilität intakt, während die EMA-Cluster unter dem Preis die zugrunde liegende Nachfrage bei Rücksetzern bestätigen.

Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) um 60,00 bleibt im positiven Bereich und signalisiert anhaltendes Aufwärtsmomentum anstelle von Erschöpfung, nachdem die früheren überkauften Werte nachgelassen haben.

Unmittelbare Unterstützung ergibt sich im Bereich der Trendlinie bei etwa 5.120 USD, gefolgt vom 20-Tage EMA bei etwa 5.010 USD und dann dem jüngsten Reaktionstief bei 4.880 USD. Ein Durchbruch unter diese Unterstützungszone würde die bullische Struktur schwächen und tiefere Retracements in Richtung 4.750 USD offenbaren. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand nahe dem jüngsten Hoch bei 5.240 USD, und ein täglicher Schlusskurs über diesem Niveau würde den Weg in Richtung der 5.380 USD-Region öffnen. Solange der Preis über dem EMA und der steigenden Trendlinie bleibt, sind Rücksetzer positioniert, um Käufer innerhalb des vorherrschenden Aufwärtstrends anzuziehen.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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