- Der Goldpreis legt zu, da Händler angesichts der Besorgnis über eskalierende Spannungen im Nahen Osten Vorsicht walten lassen.
- Der jordanische Außenminister Ayman Safadi warnte, dass die israelischen Vergeltungsmaßnahmen gegen iranische Angriffe den Konflikt in der gesamten Region potenziell eskalieren könnten.
- Die Korrektur des US-Dollars stützt die Nachfrage nach dem gelben Metall.
Der Goldpreis erholt sich von seinen jüngsten Verlusten und handelt am Donnerstag im asiatischen Handel um die $2.370 pro Feinunze. Das gelbe Metall, das als sicherer Hafen gilt, gewinnt an Boden, da die Händler angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten Vorsicht walten lassen.
Nach Berichten der Nachrichtenagentur Reuters erklärte der jordanische Außenminister Ayman Safadi in einem Interview, das am Mittwoch von staatlichen Medien veröffentlicht wurde, dass die israelischen Vergeltungsmaßnahmen gegen iranische Angriffe ein erhebliches Risiko darstellen könnten, die gesamte Region in einen verheerenden Krieg zu ziehen.
Außerdem gab die israelische Luftwaffe am Mittwoch bekannt, dass ihre Kampfjets Infrastrukturen der Hisbollah nördlich von Baalbek im Ostlibanon angegriffen haben. Es wird befürchtet, dass ein verstärkter Feuerwechsel zwischen Israel und der Hisbollah zu einer weiteren Eskalation führen könnte.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte, Israel werde selbst entscheiden, wie es sich verteidigen wolle, während westliche Länder zur Zurückhaltung bei der Reaktion auf eine Reihe von Angriffen aus dem Iran mahnten.
Unterdessen verliert der US Dollar Index (DXY) an Boden, was vor allem auf die gedämpften Renditen von US-Staatsanleihen zurückzuführen ist. Diese Korrektur des US-Dollars macht den Kauf von Gold für Anleger, die andere Währungen verwenden, weniger teuer.
Die Präsidentin der Federal Reserve Bank of Cleveland, Loretta Mester, räumte in ihrer Rede am Mittwoch ein, dass die Inflation die Erwartungen übertroffen hat. Sie erklärte, dass die Fed weitere Sicherheiten benötigt, bevor sie die Nachhaltigkeit der Inflation von 2% bestätigen kann.
Darüber hinaus erklärte der Vorsitzende der Fed, Jerome Powell, am Dienstag, dass die jüngsten Daten auf begrenzte Fortschritte bei der Inflation in diesem Jahr hindeuten, was auf einen längeren Zeitraum bis zum Erreichen des 2%-Ziels hindeutet. Diese Aussage deutet möglicherweise auf eine hawkische Haltung der Fed bei anstehenden geldpolitischen Entscheidungen hin. Höhere Zinssätze könnten die Nachfrage nach renditeschwachen Anlagen wie Gold schmälern.
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